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Sendung vom 12. Juli 2016: Das Phänomen „The Sound of Music“ (Wiederholung)

Urlaubsbedingt wird die Juni-Sendung wiederholt.

In dieser Sendung werde ich eine kulturwissenschaftliche Analyse zu diesem Thema wagen, wo es u.a. um Geschichte, Tourismus, Kitsch und den amerikanischen Traum gehen wird. Und natürlich viel Musik von und zu The Sound of Music.

Sendung vom 10. Mai 2016: William Shakespeare 1564-1616

Sendung vom 10. Mai 2016

Titel: William Shakespeare 1546-1616

Ich begrüße euch, liebe Hörerinnen von FREIRAD! Am Mikrofon ist wieder Ewald Strohmar-Mauler mit einer neuen Ausgabe von „hinterfragt.“, dem kulturwissenschaftlichen Magazin.

Die heutige Sendung trägt den Titel:

William Shakespeare 1546-1616

Wir gedenken also heute des unglaublichen Genies, welcher 1897 die sich nicht verheddernde Angelrolle erfunden hat und

Moment! 1897? Im Titel steht aber, dass dieser Shakespaere, von dem ich heute erzählen will, bereits 1616 verstorben ist – da kann also etwas nicht stimmen…

[blättern]

Ah, hier: englischer Dramatiker, Lyriker und Schauspieler! Da haben wir den Richtigen!

Ganz England scheint ja im Shakespeare—Fieber zu sein und feiert das 400-jährige Jubiläum seines Todes. Ich habe ja keine Ahnung, warum sich die freuen, dass er tot ist, wo er doch quasi die englische Sprache erfunden hat, wenn mensch so manchen Kommentaren in den diesjährigen Medien glauben möchte. Darauf und noch auf einige andere interessante Dinge rund um Shakespeare werde ich also in dieser Sendung eingehen.

Zuvor jedoch etwas Musik, wie fast immer unter einer Creativ Commons Lizenz stehend.

Und zwar zu Beginn:

Musik:

Amadeus / Arnold Wohler: Shakespeare’s Sonnet No. 1

Teil 1: Überblick

Am 5. Mai 2016 wurde im Foyer des Globe Theatre in London eine Schreibmaschine aufgestellt,1 die irgendwie an die Dechriffriermaschinen im 2. Weltkrieg erinnert. Die Tasten wurden durch Metallkolben ersetzt, von denen weiße Kabel weg führen. Doch in der Walze ist ganz normale Papier eingespannt, auf welches getippt wird.

Und ihr seid jetzt vermutlich genau so gespannt. Nämlich darauf, wer da tippt, und vielleicht sogar noch mehr, was.

Es gibt da nämlich das Infinite-Monkey-Theorem, welches besagt, dass ein Affe, der unendlich lange auf einer Schreibmaschine herumtippt, fast sicher irgendwann die Werke William Shakespeares tippen wird.

Nur der Vollständigkeit halber: »Fast sicher«, so sagt die Wikipedia,2 »ist ein Begriff der Wahrscheinlichkeitstheorie […]. Ein zufälliges Ereignis, das mit Wahrscheinlichkeit eins eintritt, wird fast sicher genannt. Entsprechend heißt ein Ereignis fast unmöglich, wenn die Wahrscheinlichkeit seines Eintretens null ist.« (Zitat Ende)

So eigenartig das klingt, die Wahrscheinlichkeitsrechnung kann es beweisen, und der Erste, der darüber geschrieben hat, war der französische Mathematiker Émile Borel im Jahre 1913. Nur ließ er seinen Affen die Bücher der französischen Bibliotheque National schreiben, das arme Tier.

Gut, dass all die verwendeten Affen nur in Gedanken existieren, denn selbst ein Universum voller Affen würde einige hunderttausend Jahre brauchen, um auch nur ein kleines Bücherl zufällig nachzudichten. Und dann stellt sich ja die Frage, ob das dann gültig ist, denn die sterben ja auch alle irgendwann und müssen ersetzt werden. Und dann bräuchten wir auch ein Universum voller Tierpfleger, um sie zu versorgen. Das wäre zwar die Lösung für die Arbeitsplatz- und auch die Flüchtlingsfrage, aber so läuft das nicht in der Wahrscheinlichkeitsrechnung. Da gibt es – für mich unverständliche – Formeln statt echter Affen.

Doch ich wollte ja nicht über produktive Pongiden palavern, sondern über Shakespeare. Im Globe Theatre steht also eine enigmatische Installation. Und diese nennt sich »Word by Word: The Complete Tweets!3«. Sinn des Projektes ist es, die Werke Shakespeares nachzutippen, indem ein Computer, der hinter der Schreibmaschine hängt, auf der social media Plattform Twitter nach dem jeweils nächsten Wort sucht und dieses im Erfolgsfall an die Schreibmaschine weitergibt, welche es dann tippt.

Nur hat ja Shakespeare Worte verwendet, die nicht im Wortschatz des durchschnittlichen Twitterianers zu finden sind, wie etwa honorificabilitudinitatibus‹, übrigens das längste Wort, das Shakespeare verwendet hat, oder auch ›kickie-wickie‹, worüber uns das urban dictionary aufklärt: »Witty word for ‚wife‘4«. Falls also ein solches Wort nicht gefunden werden kann, dürfen Twitter-Benutzerinnen aushelfen, indem sie das fehlende Wort, mit einem bestimmten Hashtag versehen, selbst twittern. Also quasi der Wahrscheinlichkeit ein bisserl nachhelfen.

Begonnen wurde also am 5. Mai mit »The Two Gentlemen of Verona«, und mit Stand 7. Mai 5:40pm ist die Affen-Zwitscher-Schreibmaschine mit diesem Werk fertig – das sind erstaunliche 1,81% des Gesamtwerkes von William Shakespeare in ungefähr zwei Tagen. Aktueller Stand zur Zeit der Erstausstrahlung dieser Sendung:

[ergänzen]

Ich würde sagen, das ist wirklich superkallifragilisti… ach, falscher Film!

Gut, dann spiele ich wieder ein Stückchen Musik:

Musik:

CŒDES Pierre-Marie

QUEEN MAB (from Shakespeare’s „Romeo and Juliet“)

07:07

Teil 2: Einblick

Mein Plan für heute war ja, Dinge über Shakespeare zu erzählen, die nicht sowieso alle kennen. Da kam mit die Affenschreibmaschine gerade recht.

Das nächste Thema sind Schauspielerinnen, die ihr vermutlich kennt, und von denen ihr vielleicht nicht vermutet, dass sie auch schon in Shakespeare-Stücken gespielt haben.5 Ich meine, dass Professor X und Magneto aus den X-Men-Filmen, als Sir Patrick Stewart und Sir Ian McKellen, begnadete Shakespeare-Darsteller sind, ist ja bekannt. Und Doctor Who Fans werden auch wissen, dass David Tennant und Catherine Tate gemeinsam 2011 in »Much Ado About Nothing« brilliert haben und auch Billie Piper schon mal auf einer Shakespeare-Bühne zu sehen war.

Doch bei Namen wie Robin Williams, William Shatner, Michelle Pfeiffer, Al Pacino, Mel Gibson, oder Leonardo DiCaprio war ich dann schon erstaunt. Ich meine, Captain Kirk als Hamlet? Ja, tatsächlich hat Shatner seine Schauspiel-Karriere mit Shakespeare begonnen.

Und was ist mit Matrix? Ja, sowohl »Neo« Keanu Reeves, als auch »Morpheus« Laurence Fishburne waren in Shakespeare-Stücken zu sehen, letzterer als Othello. Bei dieser Rolle kommen natürlich gleich Gedanken auf wie »Na klar, wie werden sie einen dunkelhäutigen Menschen schon anders besetzen?« Und umgekehrt?

»Sir Patrick Stewart announces he is going to ‚play Othello as a white man’« war im Juli 2015 in der Daily Mail zu lesen6. Im Jahre 1943 hatte der Bürgerrechts-Aktivist Paul Robeson am Broadway den Othello gegeben und einen Kritiker zu der Aussage veranlasst, kein Weißer solle diese Rolle mehr übernehmen, ist die Diskussion darüber nie wirklich verstummt. Und das, wo im Theater ja heute eh alles erlaubt ist, wo Armani-Anzüge die Renaissance-Gewandung ersetzt haben und viel nackte Haut auf der Bühne ganz normal ist. Jedenfalls will der 75-jährige Patrick Stewart noch den etwa 40 Jahre jüngeren Othello spielen. Da fragt mensch sich dann schon: What would Will say?

Das führt mich zu der Frage, wie eigentlich Will Shakespeare selbst als Mensch so in den Filmen dargestellt wird. Diese Frage zu beantworten, stellte sich in der Recherche als nicht ganz einfach heraus, denn unter dem Suchwort »Shakespeare« zwischen der unüberschaubaren Anzahl an Verfilmungen von Shakespeare-Stücken diejenigen herauszufiltern, die ihn und sein Leben darstellen, ist nicht einfach.Die IMDB7 listet ihn als »Writer« von 1155 Filmen auf, der älteste Kurzfilm »Macbeth« stammt aus 1898, und alleine 25 Filme oder Serien sind mit Produktionsjahr 2016 gelistet. Da hier also nichts zu holen war, hangelte ich mich weiter zu William Shakespeare als »character«. 170 Einträge!, mit so lustigen Titeln wie »Old Bill Through the Ages«.

Wobei unter diesen Einträgen auch sehr viele »Gastauftritte« in Serien zu finden sind, mir fällt hier natürlich Doctor Who ein, aber auch bei den Simpsons hatte Will seinen Gastauftritt.

Und spontan eingefallen wäre mir bei den Spielfilmen natürlich »Shakespeare in Love« aus 1998. Das scheint aber auch der einzig wirklich allgemein bekannte Film zu sein, denn meine Frage haben andere auch gestellt und diese Antwort bekommen. Vermutlich ist es einfach so, dass sich kaum jemand zutraut, sich ernsthaft mit dem Charakter Shakespeares auseinander zu setzen. Zu wenig ist über ihn bekannt, es kann nur Spekulation sein, und wer möchte sich da schon auf die vielen Diskussionen einlassen. Sicherlich, es macht Spaß, sich mit dem viktorianischen England zu beschäftigen, und da kommt mensch nicht um Shakespeare herum – doch als Hauptfigur? Und was in den Vordergrund stellen? Sein Liebensleben, wie bei »Shakespeare in Love«, und eine nicht besonders in die Tiefe gehende Romanze draus machen? Oder doch eher seiner bisexuellen Seite nachzuspüren, ihn beim Verfassen seiner Sonette zu begleiten? Oder sich mit den Schwierigkeiten zu beschäftigen, die das Theater damals hatte, diese vielleicht auch gleich mit aktuellen Kürzungen auf dem kulturellen Sektor, welche anscheinend überall in Europa an der Tagesordnung sind, zu verknüpfen? Oder dem Genie beim Schreiben über die Schulter zu schauen, um herauszufinden, wie er zu seinen gloriosen Wortschöpfungen kam? Oder gar festzustellen, dass es nicht nur einen Shakespeare gab, sondern mehrere, die unter einem Namen schrieben, mit dem »echten« Will als Endredaktion? Oh, Möglichkeiten gäbe es genug. Doch würde ihm das gerecht werden? Wohl kaum…

Musik:

Fili O

Shakespeare’s Sonnets

04:10

Zwischenmoderation

Für alle, die sich erst später zugeschaltet haben:

Hier ist „hinterfragt„, das kulturwissenschaftliche Magazin live auf FREIRAD, dem freien Radio in Tirol! Mein Name ist Ewald Strohmar-Mauler.

Das heutige Thema ist

William Shakespeare 1546-1616

Ich habe ein paar DInge erzählt, von denen ich glaube, dass sie nicht so bekannt sind. Den restlichen Teil der Sendung spiele ich wieder nur Musik, und zwar:

Catherine Corelli

Romeo & Juliet

04:46

Andrea Torti

Modern Shakespeare

06:56

Amadeus

Arnold Wohler: Shakespeare’s Sonnet No. 2

08:41

Amadeus

Arnold Wohler: Shakespeare’s Sonnet No. 3

07:15

Abmoderation

So, aber nun genug hinterfragt für heute. Ich danke euch herzlich fürs Zuhören und hoffe, die Sendung hat euch wieder gefallen.

Und nochmals der Hinweis auf die Internet-Seiten zur Sendung:

Kritik, sowohl negative als auch positive, Wünsche und Anregungen könnt ihr gerne an mich per eMail senden: radio@hinterfragt.at.

Und wer die Sendung nachlesen möchte: die begleitende Website ist zu finden unter hinterfragt.at, dort findet ihr auch alle Links, oder könnt Kommentare zur Sendung abgeben. Ich spiele sowohl das Skript als auch den Mitschnitt so rasch wie möglich, meist noch am Tag nach der Sendung, auf die Website, und den Mitschnitt auch auf das Cultural Broadcast Archive, cba.fro.at.

Außerdem könnt ihr mir auch auf Twitter folgen @hinterfragtAT oder auf Facebook unter hinterfragt.

Das war Ewald Strohmar-Mauler mit der Sendung hinterfragt. Das kulturwissenschaftliche Magazin.

immer am zweiten Dienstag im Monat um 20 Uhr auf FREIRAD, dem Freien Radio Innsbruck, und die Wiederholung am 4. Donnerstag um 9 Uhr Vormittag.

Und nun verabschiede ich mich und wünsche euch noch eine gute Zeit.

Abspannmusik

1 http://www.shakespearesglobe.com/wordbyword und

http://blog.shakespearesglobe.com/post/143888653268/word-by-word-the-complete-tweets-were-excited-to

2 https://de.wikipedia.org/wiki/Fast_sicher

3 https://twitter.com/CompleteTweets

4 http://www.urbandictionary.com/define.php?term=kickie-wickie

5 Quelle: https://www.buzzfeed.com/sedem/52-famous-actors-who-took-on-shakespeare-cjrb

6 http://www.dailymail.co.uk/tvshowbiz/article-3163224/Sir-Patrick-Stewart-m-going-play-Othello-white-man.html

7 http://www.imdb.com/name/nm0000636/

Sendung vom 12. April 2016: April: Jazz Appreciation Month

Welcome, dear listeners of FREIRAD! At the microphone is Ewald Strohmar-Mauler again with a new issue of »hinterfragt. das kulturwissenschaftliche Magazin«.

Today, I won‹t be talking much, because the title of today`s issue is

April : Jazz Appreciation Month

I‹ll give a brief intoduction to Jazz and then only music is played until the end of the show.

So, what is Jazz Appreciation Month (or „JAM“)? It was created in 2002 to celebrate the extraordinary heritage and history of jazz for the entire month of April. JAM is intended to stimulate and encourage people of all ages to participate in jazz – to study the music, attend concerts, listen to jazz on radio and recordings, read books about jazz, and more.1

April 30th has been established as International Jazz Day by the United Nations Organization for Education, Science, and Culture (UNESCO) in 2011 to highlight the role of jazz in connecting people from all corners of the globe. International Jazz Day serves as the perfect culmination of Jazz Appreciation Month, which draws global attention to jazz and its extraordinary heritage.2

Therefore, I will present you several pieces of Music today, a kind of a fast journey through the history of Jazz.

Jazz had its roots (and now I quote from the Wikipedia article called »Outline of jazz«)3 in African American communities in the Southern United States, mixing African music and European classical music traditions. […] Although the foundation of jazz is deeply rooted within the black experience of the United States, different cultures have contributed their own experience and styles to the art form as well. Intellectuals around the world have hailed jazz as „one of America’s original art forms“.[

As jazz spread around the world, it drew on different national, regional, and local musical cultures, which gave rise to many distinctive styles. New Orleans jazz began in the early 1910s, combining earlier brass-band marches, French quadrilles, biguine, ragtime and blues with collective polyphonic improvisation.

In the 1930s, heavily arranged dance-oriented swing big bands, Kansas City jazz, a hard-swinging, bluesy, improvisational style and Gypsy jazz (a style that emphasized musette waltzes) were the prominent styles. Bebop emerged in the 1940s, shifting jazz from danceable popular music towards a more challenging „musician’s music“ which was played at faster tempos and used more chord-based improvisation. Cool jazz developed in the end of the 1940s, introducing calmer, smoother sounds and long, linear melodic lines.

The 1950s saw the emergence of free jazz, which explored playing without regular meter, beat and formal structures, and in the mid-1950s, hard bop emerged, which introduced influences from rhythm and blues, gospel, and blues, especially in the saxophone and piano playing. Modal jazz developed in the late 1950s, using the mode, or musical scale, as the basis of musical structure and improvisation.

Jazz-rock fusion appeared in the late 1960s and early 1970s, combining jazz improvisation with rock music’s rhythms, electric instruments and the highly amplified stage sound. In the early 1980s, a commercial form of jazz fusion called smooth jazz became successful, garnering significant radio airplay. Other styles and genres abound in the 2000s, such as Latin and Afro-Cuban jazz. [end quote]

A jazz band usually consists of the rhythm section, such as drums, bass and perhaps a piano, and the lead section with instruments like saxophone, trumpet, clarinet, trombone and voice.

Historically, we can observe a quite rapid succession of styles, which began with early jazz from the turn to the 20th century to the 1930s, with names like King Oliver and Louis Armstrong.

Music:

Jazz Me Blues – The Original Dixieland Jass Band (1921)

Yesterdays – Art Tatum (1933)

Then jazz bands became larger, the Big Band was introduced, and with it the Swing style, intended for dancing, not just listening. Here we have such great bandleaders and arrangers as Count Basie, Cab Calloway, Duke Ellington, Benny Goodman, or Glenn Miller.

Also a very interesting side-line was created in those years, European jazz, with the well-known French branch of Gypsy Jazz or jazz manouche, whose most popular musicion is Django Reinhardt.

From the 1930s I present:

Duke Ellington –Love in Swingtime

Django Reinhardt: Sweet Georgia Brown

The next era was Bebop, a style that again turned away from dance music to distinct solo performances – and now I have to quote from the Wikipedia article »Bebop«4, because of all those musical terms:

Bebop is »characterized by a fast tempo, complex chord progressions with rapid chord changes and numerous changes of key, instrumental virtuosity, and improvisation based on a combination of harmonic structure, the use of scales and occasional references to the melody«.(end quote) Famous Bebop artists were Charlie Parker and Dizzy Gillespie.

Here I have as example

Tal Farlow – Yardbird Suite

Then came Cool Jazz in the early 1950s, with artists like Miles Davis or Dave Brubeck, to name just two. The Cool style is characterized by relaxed tempos and lighter tone, in contrast to the tense and complex bebop style. Cool jazz often employs formal arrangements and incorporates elements of classical music.5

Here the example is:

Unsquare Dance by Dave Brubeck.

The late 1960s were the era of Hard Bop, which basically is a development of bebop with influences from rhythm and blues, gospel music, and blues, and known for its extensive use of saxophone and piano. Known artists are for instance Art Blakey or Cannonball Adderley, from the latter I have a piece for you called Dancing in the Dark.

Then came Modal Jazz and Free Jazz with Miles Davis or John Coltrane in the 1960s. For all of you who now musical theory: Modal Jazz uses modes instead of chord progression. For the others, just listen to Miles Davis with So What and John Coltrane with the 1961 Newport Set

The next style came in the 1970s: Fusion – with Herbie Hancock, and, well Miles Davis was again a well known name, he actually was an influence on every Jazz flavour since the 1950 until his deatk in 1991. I have for you something you perhaps know: Weather Report with Birdland.

From the 1980s until today we find many revivalist movements in Jazz like Neoclassical Jazz with Wynton Marsalis, then Smooth jazz, Acid jazz, Nu jazz, Jazz rap, Punk jazz and Jazzcore, to name a few.

But I think that was enough history for today, now lean back and enjoy my little compilation.

Thanks a lot for listening and I hope you tune in next month to »hinterfragt. das kulturwissenschaftliche Magazin«, every month on the 2nd tuesday at 8 pm and on the 4th thursday at 9 am on FREIRAD dem freien Radio Innsbruck.

1 http://americanhistory.si.edu/smithsonian-jazz/jazz-appreciation-month

2 Jazzradio.com

3 https://en.wikipedia.org/?curid=35191038

4 https://en.wikipedia.org/wiki/Bebop

5 https://en.wikipedia.org/wiki/Cool_jazz

Sendung vom 14.6.2016: Das Phänomen „The Sound of Music“

[Spezial – Intro 3:10]

Ich begrüße euch, liebe Hörerinnen von FREIRAD! Am Mikrofon ist wieder Ewald Strohmar-Mauler mit einer neuen Ausgabe von „hinterfragt.“, dem kulturwissenschaftlichen Magazin.

Wie ihr vielleicht schon vermutet habt, ist der Titel der heutigen Sendung:

Das Phänomen »The Sound of Music«

Ich bin auf die Signifikanz des Themas bei meinen Recherchen für ein Referat für eine Salzburg-Exkursion m Zuge meiner Fremdenführer-Ausbildung gestoßen.

Bei vielen, vor allem US-amerikanischen, Touristinnen wurde ihr Bild von Österreich wesentlich vor allem durch das Medienphänomen The Sound of Music geprägt. Hierbei sprechen wir vor allem von unzähligen Musicalproduktionen und mehreren Spielfilmen, deren Handlung auf dem Leben der Sängerfamilie Trapp aufgebaut ist, welche 1938 aus Salzburg in die USA emigrierte und dort mit ihren Konzerten große Erfolge feierte.

Hierzulande ist das Phänomen Sound of Music jedoch eher unbekannt. Und so kann es uns als Österreicherinnen passieren, dass wir auf ein Lied oder eine Begebenheit aus dem Film oder auch auf die Trapp-Familie angesprochen werden und nichts damit anfangen können. Diese Ausführungen sollen hier einerseits Abhilfe schaffen und ein paar Basis-Informationen über „world’s most beloved musical“1 geben, andererseits möchte ich ich auch einige vom kulturwissenschaftlichen Standpunkt her interessante Faktoren eingehen.

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Sendung vom 8.3.2016: Fast keine Zeit

Ich begrüße euch, liebe Hörerinnen von FREIRAD! Am Mikrofon ist wieder Ewald Strohmar-Mauler mit einer neuen Ausgabe von „hinterfragt.“, dem kulturwissenschaftlichen Magazin.

Die heutige Sendung trägt den Titel …

Fast keine Zeit

und ich beschäftige mich heute mit der allseits beliebten Fastenzeit und den Dingen, die mensch da üblicher Weise so treibt. Also primär fasten und verzichten. Oder macht ihr etwa etwas anderes?

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Sendung vom 9.2.2016: Verdächtiges

Ich begrüße euch, liebe Hörerinnen von FREIRAD! Am Mikrofon ist wieder Ewald Strohmar-Mauler mit einer neuen Ausgabe von „hinterfragt.“, dem kulturwissenschaftlichen Magazin.

Die heutige Sendung trägt den Titel:

Verdächtiges.

Zunächst geht es um eine verdächtige Chemikalie, und im Anschluss um verdächtige Gestalten.

Und zum Abschluss erzähle ich euch etwas über einieg andere verdächtige Dinge, die mir in den letzten Tagen aufgefallen waren.

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Sendung vom 12.1.2016: Skandal um Habsburg

Ich begrüße euch, liebe Hörerinnen von FREIRAD, dem freien Radio Innsbruck! Am Mikrofon ist wieder Ewald Strohmar-Mauler mit einer neuen Ausgabe von „hinterfragt.“, dem kulturwissenschaftlichen Magazin.

Die heutige Sendung trägt den Titel:

Skandal um Habsburg – oder, à la Kottan gesprochen: Erzherzog gibt’s kan!

Denn es geht heute um geschickte oder manchmal auch plumpere Fälschungen und Betrügereien, die im Laufe der Geschichte allerlei Auswirkungen hatten. Ich stelle euch einige davon vor, beleuchte ihre Hintergründe und die Folgen.

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Sendung vom 8.12.2015: Tiroler Weihnachtsbrauch

In dieser Sendung werde ich euch einiges über das Weihnachtsbrauchtum aus dem Buch „Tiroler Volksleben“ von Ludwig von Hörmann (1909) vortragen. Dazu gibt’s als Kontrast zur musikalischen Untermalung  „Old-Fashioned Christmas“ und „Christmas Country“.

 

Sendung vom 10. November 2015: Tourismus in Tirol

Ich begrüße euch, liebe Hörerinnen von FREIRAD, dem freien Radio Innsbruck! Am Mikrofon ist wieder Ewald Strohmar-Mauler mit einer neuen Ausgabe von „hinterfragt.“, dem kulturwissenschaftlichen Magazin.

Die heutige Sendung trägt den Titel:

Tourismus in Tirol

Ja, das, was ihr da gerade gehört habt, ist ein von mir gebauter parodistischer Medley aus »typisch Tiroler« Mobiltelefon-Klingeltönen, welche die Tirol-Werbung vor einigen Jahren auf ihrer Website zur Verfügung gestellt hat.

Doch zum heutigen Thema:

Ausgehend von der wirklich nicht unspannenden Geschichte des Tourismus in unserem schönen Land werde ich dann natürlich auch auf die Gegenwart mit ihren diversen Problemstellen kommen und mir Gedanken über eine mögliche Zukunft machen.

Dazu gibt es wie immer Creative Commons lizensierte Musik, und da möchte ich beginnen mit…

Musik:

Project System 12 Down The Forest River 03:29

Teil 1: Überblick

»Tirol ist der Inbegriff alpinen Lebensgefühls«. So tönte es vollmundig aus der Tirol Werbung, als es galt, ein Motto für einen »Tiroler Weg 2021« im Tourismus zu finden. In den nächsten sechs Jahren soll also dieses hehre Ziel realisiert werden

Auf dieses Motto und dieses Programm werde ich am Ende der Sendung noch näher eingehen, jetzt aber möchte ich diesem Motto an etwas älteres gegenüber stellen:
»Für Leute, die sichs gern bequem machen, gern gut essen und trinken, gewinnt eine Reise durch Tyrol neue Reize. […] Ohne Bedenken darf ich […] den Rath geben, sich im nächsten Sommer Gesundheit und Heiterkeit in den Tyroler Gebürge zu holen.1«. Dieser »Werbetext« aus 1805, verfasst auf der Durchreise vom deutschen Dramatiker August von Kotzebue, zeigt schön, dass Tirol am Beginn des 19. Jahrhunderts noch kein Tourismusland war, sondern »nur« Transitland auf der Reise von Deutschland nach Italien. Das allerdings schon seit vielen hundert Jahren, in größerem Ausmaß eigentlich seit der Römerzeit. Aber Tourismus, im Sinne von »ich bleibe etwas länger als mein Pferd und ich brauchen, um uns den Bauch voll zu schlagen und uns auszuruhen« war das noch lange keiner. Erst als sich der Adel, und hier vornehmlich der englische, für das »Land im Gebürg«, vor allem aber für das Gebürg, im Sinne von »da kann man auffikraxeln«, zu interessieren begann, ging es los. Die Engländer hatten eben nicht nur Darwin und Cook, die auf Forschungsreise in weit entfernte Gewässer gingen, sondern auch Menschen, die sich für »the Alps« interessierten und diese geologisch explorierten, kartografierten und botanisierten. Die nächste Interessentinnengruppe waren dann die Adeligen und Neureichen, die das Erforschte gerne auf eigene Faust nachvollziehen wollten, gefolgt von den Landschaftsmalerinnen, die gute Geschäfte witterten, schließlich wollten auch nicht alle Adeligen selbst in die Alpen reisen. Und wer genug Geld hatte, finanzierte eine Expedition und ließ einen Berg erstbesteigen. Nein, selber haben sich die hohen Herrschaften natürlich nicht in Gefahr begeben.

Außer den Bergen selbst waren auch die Menschen, das raue Bergvolk, interessant, allen voran der Freiheitskämpfer Andreas Hofer, dessen Aufstand gegen Napoleons Truppen im restlichen Europa schon ziemlich für Schlagzeilen sorgte – ja, auch hier wieder vor allem bei den Engländern, die den Franzosen sowieso noch nie grün waren

Und so machte Tyrol dann bereits langsam in den 20er und 30er Jahren des 19. Jahrhunderts der Schweiz, welche bislang als alpine Tourismuskaiserin galt, Konkurrenz. Auch hierzu kann ich August von Kotzebue2 zitieren: »Warum reist denn Alles, was reisen kann, immer nur nach der Schweitz? Warum besuchen so wenige Menschen Tyrol? Warum schreibt denn Alles, was schreiben kann, Bücher über die Schweitz? Und warum lesen wir so selten etwas von Tyrol? Ich habe die Schweitz auch gesehen, wenn gleich nur obenhin, aber ich muß laut bekennen, dass die Naturschönheiten Tyrols mir jenen der Schweitz in nichts nachzustehen scheinen.«

Und so entstanden sobald die ersten Tourismusverbände…. Nein, weit gefehlt! So weit sind wir lange nicht. Zuerst kamen natürlich findige Gastwirtinnen und/oder Bürgermeisterinnen auf die Idee, den ankommenden Fremden etwas für ihr Geld zu bieten. Im Jahre 1826 bereits erschien zum Beispiel der erste »Wegweiser durch die Provinzial-Hauptstadt Innsbruck« von Magister Bartholomä Beyrer, herausgegeben vom Johann Ritter von Mahl-Schedl, Gastwirt »zur goldenen Sonne«, welches übrigens in der Maria Theresien Straße 31 stand, dort, wo wir heute das Kaufhaus Tyrol finden.3 Und der bekannte Heimatforscher Pater Beda Weber verfasste ein »Handbuch für Reisende« in Tirol, welches 1837 in einer dreibändigen, 1842 in einer praktischeren einbändigen Ausgabe erschien. Auch andere touristische Druckwerke wie etwa »Ansichten«, also Stiche von Bergen und Burgen, aber auch volkstümlichen Aufführungen, gab es bald vermehrt auf dem Markt. Damals gab es allerdings noch so wenige »Touristen«, dass diese sogar noch einzeln in der Zeitung vorgestellt werden konnten.

Doch – weit und breit war da noch kein Schifahrer zu sehen! Alles Urlaubsvergnügen verlagerte sich zu dieser Zeit noch auf den Sommer, die »Sommerfrische«. Die heißt übrigens nicht so , weil auch der Sommer in Tirol eher frisch ist. Sondern, glaubt man Michael Forcher, dessen Buch »Zu Gast im Herzen der Alpen – üeine Bildgeschichte des Tourismus in Tirol«4 vor allem wegen der tollen Bilder vor mir liegt, dann scheint die Sommerfrische eine Erfindung der Boznerinnen zu sein.5 Die nämlich flohen bereits im 17. Jahrhundert aus der grauslichen Stadtluft des Talskessels in die höheren Regionen. Die Innsbruckerinnen machten es ihnen nach, deren »Feriendörfer« im Mittelgebirge gibt es ja bis heute, und allmählich gesellten sich die »Fremden« zu ihnen, nicht wenige waren mehr oder weniger bekannte Schriftstellerinnen. Der Bauernstand hatte weniger Zeit für lang ausgedehnte Sommerfrischlereien, sondern begnügte sich mit wenigen Tagen in den diversen »Bädern«, also Heilquellen und Wildbäder, welche teilweise schon seit dem 14. Jahrhundert bekannt sind.

Wesentlich für den Aufschwung des Tourismus war natürlich der eifrige Ausbau der Bahnstrecken im Laufe des 19. Jahrhunderts mit seinen manchmal recht abenteuerlichen Brückenkonstruktionen und Tunnelbauten. Hinzu kamen gegen Ende des 19. Jahrhunderts auch Schifffahrtslinien wie am Achensee und Seilbahnen. Auch eine landesübergreifende Tourismus-Organisation, der »Landesverband für Tourismus«, wurde 1889 gegründet, nachdem einige Jahre zuvor nachgewiesen worden war, dass sich der Tourismus doch zu einem ordentlichen Wirtschaftszweig gemausert hatte.

So, jetzt endlich sind wir so weit, dass ich auch vom Aufkommen des Wintersports berichten kann. Irgendwie war vor ca. 1900 kaum jemand auf die Idee gekommen, dass es fein wäre, in eisiger Kälte den Urlaub zu verbringen, im Winter fuhr mensch lieber in wärmere Gefilde, ab Meran südwärts. Bis auf ein paar Verrückte, die ihren Lieblings-Sommerfrische-Ort auch im Winter besuchten und mit den Einheimischen Rodeln gingen. Auch im Winter stand anfangs eher die Erholung als der Sport im Vordergrund, und so gab es Schlittenfahrte, Eislaufen und Eisstockschießen. Erst langsam wandelte sich der Schi vom Hilfsgerät für Bergsteiger, um schneller ins Tal zu kommen, zu einem eigenständigen Sportartikel. Eigentlich waren sie 1892 von Franz Reisch als »norwegische Schneeschuhe« nach Kitzbühel importiert worden, der dann auch als erster damit vom Kitzbühler Horn herunter fuhr und somit den Ort zur Schimetropole machte – bereits kurz darauf fanden regelmäßig Schirennen statt. Vor dem ersten Weltkrieg schafften es aber nur wenige andere Orte, die Wintersaison für sich zu etablieren, etwa St.Anton am Arlberg, wo 1901 der erste Schiclub gegründet wurde. Und natürlich waren Schirennläuferinnen seit jeher begehrte Werbeträgerinnen für Tirol. Trotzdem hat die Wintersaison den Sommer erst Mitte der 1980er Jahre hinsichtliche Nächtigungszahlen überholt!

Ich überfliege die traurigen Weltkriegs-Jahrzehnte, wo zwischendurch hauptsächlich durch das vermehrte Aufkommen der Automobile und des Flugverkehrs der Tourismus wieder belebt wurde, nur um dann 1933 ein jähes Ende zu erfahren, als von den Nationalsozialisten die 1000-Mark-Sperre eingeführt wurde: Reichsdeutsche, die nach Österreich wollten, mussten 1000 Reichsmark zahlen, umgerechnet den Gegenwert eines VW-Käfers! Und da 80 Prozent der Gäste in Tirol Deutsche waren, könnt ihr euch vorstellen, was das für den Fremdenverkehr hieß: leere Betten, Verzweiflung, panische Maßnahmen: alle Werbemaßnahmen wurden auf das nichtdeutsche Ausland gerichtet. Mit Erfolg, in der zweiten Hälfte der 1930er Jahre wurden fast wieder Nächtigungszahlen wie in den 1920ern erreicht. Und dann kam der »Anschluss« und wieder war alles anders. Plötzlich überschwemmten deutsche »Kraft durch Freude«-Mitglieder Tirol. Doch dann begann der 2. Weltkrieg, und der Tourismus kam erneut zum Erliegen, und erst Anfang der 1950er war Tirol dann wieder ungefähr am Stand von 1930. Das deutsche Wirtschaftswunder spiegelte sich auch in den Nächtigungszahlen.

Nun erwähne ich noch schnell die beiden Olympischen Spiele 1964 und 1976 in Innsbruck, die dem Standort sicherlich sehr viel internationale Beachtung als Wintersportgebiet beschert haben und beschließe damit diesen etwas längeren Ausflug in die Tourismusgeschichte Tirols.

Musik:

German shepherd: Alpine bar 0:1:24

Teil 2: Einblick

Nun möchte ich als Vorbereitung auf die Betrachtung der hiesigen touristischen Problemfelder einige allgemeine Überlegungen zum Thema Tourismus präsentieren.

Die Definition des Tourismus gestaltet sich schwieriger als ihr vielleicht annehmt. Für eine Definition der UNO aus dem Jahre 1963 ist zum Beispiel eine Touristin jemand, die länger als 24 Stunden ein anderes Land besucht.

Die Angabe der Mindest-Zeitspanne dient zur Abgrenzung vor Menschen, die durchreisen oder nur mal schnell eine Erledigung im Ausland vornehmen. Aber hier fehlen wesentliche Faktoren wie die Maximaldauer oder die Tatsache, dass es ja auch Binnentourismus gibt. In Tirol etwa sind es 9% innerösterreichische Touristinnen. Somit lautet die heute gültige Definition der World Tourism Organisation: Auslandstouristinnen sind solche, die mehr als 24 Stunden, aber weniger als ein Jahr in einem anderen Land verweilen. Die Gründe des Aufenthalts können vielfältig sein, dürfen aber keine Erwerbsarbeit beinhalten. Sinngemäß gilt die Aufenthaltsdauer auch für Inlandstouristinnen. Also auch eine Dienstreise nach Wien wäre touristisch, wenn ich mich dort länger als 24 Stunden aufhalte. Außer ich fahre als Fremdenführer, Konzertpianist oder Verkäufer von Tiroler Luft in Dosen nach Wien und nehme dort Geld ein.

Auch wenn nur immer von Zeitspannen gesprochen wird, impliziert wird bei allen Definitionsversuchen des Tourismus die wichtige Tatsache des Reisens. Also, kurz, es ist der Aspekt von Zeit und Distanz, der den Tourismus ausmacht.

Um es noch ein wenig komplizierter zu machen, gibt es dann noch die Unterscheidung zwischen Tourismus und Freizeitaktivitäten, also allen angenehmen Beschäftigungen, die in der Freizeit durchgeführt werden. Im Englischen nennt man dies ja »recreation«, was den Faktor der geistigen und körperlichen Wiederherstellung beinhaltet, wofür ich aber im Deutschen leider keine vernünftige Entsprechung gefunden habe. Nun sind hier natürlich viele Schnittmengen zum Tourismus zu finden: ein Wochenende im steirischen Wellnesshotel ist Tourismus, ein Besuch in der hiesigen Sauna nicht. Und es ist auch egal, ob die Aktivität drinnen oder draußen stattfindet, ob sie anstrengend ist oder nicht, teuer oder gratis, was auch immer. Zeit und Distanz sind die Kriterien.

Nun zu einem weiteren Thema: es gibt drei wichtige Faktoren, die das persönliche Urlaubsverhalten beeinflussen: Zeit, Geld und Motiv. Zu den ersten beiden, Zeit und Geld, komme ich dann bei den Problemfeldern in der zweiten Hälfte der Sendung, doch die wichtigsten Motive, zu verreisen, werde ich jetzt nennen:

Entfernung, also der Wunsch »weg zu fahren«, dann Beziehungen zwischen Ländern, so ist der größte Anteil von Tirol-Urlauberinnen aus Deutschland, weil hier Sprache und Kultur ähnlich sind, dann die Attraktivität einer Urlaubsdestination, gefolgt (schon wieder) vom Kostenfaktor, weiters sind besondere Veranstaltungen zu nennen, wie etwa Festspiele, dann die besonderen nationalen Vorlieben, so fahren Engländer seit der viktorianischen Zeit vornehmlich ans Meer. Und nicht zuletzt ist natürlich das Image einer Destination ein wichtiger Faktor für die Urlaubsplanung.

Menschen fahren aus folgenden Gründen an bestimmte Urlaubsorte: wegen des natürlichen Charakters einer Region, hier spielt natürlich das Wetter die größte Rolle, viel Sonne, wenig Regen, ganz klar. An zweiter Stelle kommen schon die Besuche von Verwandten und Freundinnen, gefolgt von ethnischen Wurzeln, also nicht nur die Migrantinnen, die im Sommer in ihre Herkunftsländer fahren, sondern auch US-Amerikanerinnen oder andere, die in Europa ihren Ahnen nachspüren wollen. Überhaupt scheinen jene beiden letzten Punkte eher in den US-Statistiken weiter oben zu stehen als in europäischen, wenn wir einerseits bedenken, dass die Amerikanerinnen weitaus öfter ihren Wohnsitz aus Arbeitsplatzgründen verlegen als wir hierzulande das tun. So schummelt sich dann die Begründung rein aus zahlenmäßiger Überlegenheit auch in internationale Statistiken.

Was bei uns aber sicherlich weiter oben steht ist der reine Wunsch nach Unterhaltung als Grund für eine Urlaubsreise, und abschließend kommt dann mein persönlicher Lieblingsgrund: die Entdeckung von anderen Kulturkreisen.

So, und wenn dann am Urlaubsort auch die von uns erwarteten Annehmlichkeiten bereit stehen: gepflegte Unterkünfte, Restaurants, Dienstleistungen, Einkaufsmöglichkeiten und Transportmittel, dann steht dem Urlaubsvergnügen nichts mehr im Wege. Laut UNWTO6 lag Österreich im Jahre 2009 weltweit bei den Ankünften auf Platz 11 und bei den Tourismuseinnahmen auf Platz 10, also scheint es hier diese Dinge in ausreichender Qualität und Quantität zu geben. Mit den neuesten Zahlen7 aus 2013 liegt Österreich allerdings nicht mehr so ganz im Spitzenfeld, nämlich an Platz 13 bei den Ankünften, Platz 15 bei den Einnahmen,8 aber ist ja auch nicht so schlecht.

Noch ein paar konkrete Zahlen:

Mit knapp 43,1 Mio. Übernachtungen im TJ 2009 entfielen knapp 35% aller Übernachtungen in Österreich auf Tirol; im Winter ist der Anteil Tirols mit knapp über 40% noch höher.9

Tourismus10 in Tirol generiert (2009) € 7,3 Mrd. Umsatz

€ 5,6 Mrd. aus dem Nächtigungstourismus

€ 1,6 Mrd. durch Tagestouristen

Anteil des Tourismus am BIP in Tirol im Schnitt 16%

– In Tourismuszentren ist dieser Wert weitaus höher

– Für Österreich liegt der Anteil bei 5,3%

Über 53.000 Menschen sind im Tiroler Tourismus beschäftigt

Dass in Österreich jedes Bundesland seine eigene touristische Marketingorganisation hat, wird ja niemanden wundern, darüber steht die Österreich Werbung. Getragen wird diese vom Wirtschaftsministerium und der Bundeswirtschaftskammer, so wie auch bei den Landesorganisationen die Landesregierungen und Landeswirtschaftskammern mitmischen. Tourismus ist auch ein wichtiges Politikum, denn bei Tourismuspolitik muss immer auch Umwelt- und Kulturpolitik mitgedacht werden, worauf ich im nächsten Teil dieser Sendung gleich noch zu sprechen komme.

Ein Wort möchte ich jedoch noch verlieren über das der deutschen Sprache eigentümliche Wortgebilde »Fremdenverkehr« für den »Tourismus«. Überall anders wird lediglich das aus dem Französischen ›le tour‹ – ›die Reise‹ gebildete Wort ›Tourismus‹ verwendet, nur im Deutschen ein Wort wie „Fremdenverkehr“, das laut deutscher Wikipedia11 zwischen den 1960er und 1980er Jahren gebräuchlich war und dann wegen des immer mehr in die Kritik geratenen Wortes »Fremde« letztlich wieder zugunsten des »Tourismus« zurückgedrängt wurde. Schließlich können ja doch einige dieser »Fremden« Deutsch und lesen vielleicht auch von der im deutschsprachigen Raum schon damals wegen der »Gastarbeiterinnen« aufkommenden »Fremdenfeindlichkeit« – lieber nicht mir deren Proponentinnen in Berührung kommen und einen neutralen englischen Begriff nehmen. Ist eh viel moderner!

In Tirol ist ja nach wie vor so, dass »die Fremden« eben die »Nicht-Unsrigen« sind, die mensch eigentlich nur mag, wenn sie Geld dalassen. Euphemistisch nennen wir sie dann »die Gäste«, also »d’Gäscht«. Trotzdem ist noch niemand auf die Idee gekommen, nicht einmal die Wirtschaftskammer, statt »Fremdenverkehr« (wo ja der Reiseaspekt im Vordergrund steht) etwa »Gästewirtschaft« zu sagen (womit primär das Geld reflektiert würde).

Was es aber mittlerweile gibt: den Begriff »Tourismus- und Freizeitwirtschaft«, auch als Sparte in der Wirtschaftskammer, um zu betonen, dass nicht mehr so sehr unterschieden wird zwischen den angereisten und einheimischen Besucherinnen von touristischen Einrichtungen.

Musik:

Bureau of Broken Sounds Urban Exploration 03:32

Zwischenmoderation

Für alle, die sich erst später zugeschaltet haben:

Hier ist „hinterfragt„, das kulturwissenschaftliche Magazin live auf FREIRAD, dem freien Radio Innsbruck! Mein Name ist Ewald Strohmar-Mauler.

Das heutige Thema ist

Tourismus in Tirol, und bisher habe ich über die Geschichte des Tiroler Tourismus berichtet sowie Definitionen, Zahlen und Fakten zum Besten gegeben.

In der zweiten Hälfte der Sendung spreche ich über Problemfelder im Tourismus sowie der Vision der Tirol Werbung für 2021.

Doch zuvor noch ein kurzes Musikstück

Teil 3: Seitenblick

Wenn ich nun von den Problemfeldern in Tirols Tourismus sprechen werde, meine ich nicht vordergründig die 6.000 tiroler Tourismus-Mitarbeiterinnen mit Alkoholproblem12, die den Stress sonst gar nicht aushalten würden. Doch auch diese sind symptomatisch für den gesellschaftlichen Wandel, den der Tourismus – nicht nur in Tirol – mit sich bringt. Tourismus, vor allem der Massentourismus, bedeutet in Tourismusorten auf jeden Fall massive Eingriffe in alle Lebensbereiche, positive wie negative Veränderungen.

Das beginnt mit dem Ausbau der Infrastruktur: für den Tourismus werden nicht nur Unterbringungsmöglichkeiten wie Gasthöfe und Hotels errichtet, Einkaufszentren und Vergnügungsbetriebe wie Badeanlagen errichtet, sondern auch zusätzliche Verkehrswege erschlossen: Straßen, Eisenbahnlinien, Flughäfen, Schilifte. Hierbei wurde früher vielfach wenig auf die Umwelt geachtet, was sich wenigstens in den letzten Jahrzehnten gebessert hat. Alleine über die Auswirkungen der erhöhten Mobilität durch die zunehmende Reisetätigkeit könnte ich eine eigene Sendung füllen: Luftverschmutzung, höherer Energieverbrauch und Abfallbelastung sowie die Flächenversiegelung durch den Straßenbau sind nur einige Schlagwörter, die ich hier aus Zeitmangel nur unkommentiert in den Raum stelle.

Expertinnen fordern ja seit den 1980er Jahren, dass auch in Tourismusregionen Naturreservate geschaffen werden, doch selbst, wenn diese vorhanden sind, geben vielfach die Touristikerinnen keine Ruhe, auch an diesen Schutzeinrichtungen zu kratzen, siehe bei uns in Tirol das leidige Thema Kalkkögel, das dieser Tage schon wieder in die Diskussion gebracht wurde, trotzdem vom Land Tirol die Machbarkeit aus Umweltschutzgründen endgültig abgelehnt worden war.

Für kurzsichtigere Verantwortliche (nicht nur) im Tourismus scheint die Natur nach wie vor eine unendlich ausbeutbare Ressource zu sein, wer weiter denkt als an den kurzfristigen Profit, wird feststellen, dass gerade die Schönheit der Natur in Tirol das Alleinstellungsmerkmal ist, weswegen die Menschen eigentlich in Tirol Urlaub machen. So gesehen sollte endlich realisiert werden, dass die Natur im Zusammenhang mit dem Tourismus sogar einen materiellen, nicht nur einen immateriellen, Wert erhalten hat, welcher nicht sinnlos verschleudert, sondern sinnvoll angelegt werden sollte.

Auch wenn es uns vielleicht nicht so wirklich bewusst wird, hat der Tourismus nicht nur Auswirkungen auf die Natur, sondern durchaus auch auf unsere einheimische Gesellschaft und Kultur. Dies wird überzeichnet dargestellt in Felix Mitterers Reihe »Die Piefke Saga«, wo im letzten Teil ein völlig künstliches Dorf für die Touristinnen geschaffen wurde, welches mit der Tiroler Kultur gar nichts mehr zu tun hat. Abgesehen davon, dass es »die« Tiroler Kultur eh nicht gibt, sondern eine Menge talschaftliche Subkulturen, die sich absichtlich und voraussichtlich dauerhaft als einzigartig darstellen. An dieser Hartnäckigkeit wird vermutlich auch der Tourismus nichts ändern. Dann noch eher irgendwelche anderen gesetzlichen Vorschriften, die zum Beispiel den Zillertaler Gauderfest die beiden traditionellen Tierkampf-Veranstaltungen gestrichen haben, nun dürfen nur noch Menschen kämpfen. Und die Krampusse müssen Nummerntaferln tragen, falls einmal einer was anstellt. Bin gespannt, was als nächstes kommt.

Von diesen volkskundlichen Nebenbemerkungen abgesehen, ist es ja wirklich so, dass Tourismus ganze Landstriche umkrempeln kann: wie viele Arbeitsplätze hier geschaffen werden, die dann aber auch erhalten werden müssten, schlechten Saisonen wegen klimawandelsbedingt ausbleibender Schneefälle zum Trotz. Der Tourismus ist sicher arbeitsplatztechnisch die prekärste Branche – Saisonangestellte, Schwarzarbeit, ausgebrannte Kleinunternehmerinnen, und die oben genannten Alkoholprobleme.

Dass kulturelle Einrichtungen aufgrund des Tourismus geschaffen oder erneuert werden, hat natürlich auch seine Sonnen- und Schattenseiten. Wenn etwas nur zusammenhanglos als Inszenierung für Touristinnen dargestellt wird, wie etwa die massenhaften Almabtriebe, bei denen die Viecher dann gleich wieder raufgetrieben werden, damit sie morgen nochmals für die Gäscht ins Tal geführt werden können, oder unterinntaler Bauern ihre Tiere durch dei Innsbrucker Altstadt treiben, ist das doch zu viel des Guten, vergleichbar mit den balinesischen Tempeltänzerinnen oder hawaiianische Hulamädchen, die außerhalb des Kontextes ganzjährig in den Hotelanlagen tanzen. Ich finde auch die Tatsache, dass ab November an jedem Platzl in Innsbruck ein Weihnachtsmarkt aufgestellt wird, fragwürdig – wenn sie wenigstens wie in Wien oder München eine stärkere Schwerpunktsetzung aufweisen würden, bei einem gibt es etwa vermehrt Kunsthandwerk, beim anderen Volkstümliches, beim dritten Natürliches, und einer darf auch Ramsch anbieten. Da könnte sich dann zum Beispiel auch die Kulinarik anpassen.

Wie auch immer, kommen wir zu den wirklichen kulturellen Veranstaltungen, wie etwa die diversen »Festwochen« bzw. »Festspielen«. Die sind manchmal traditionell wie in Erl, manchmal hat die Begründbarkeit des Tirol- bzw. Traditionsbezugs mit Augenzwinkern zu erfolgen wie bei denen der Alten Musik. Klar, Schloss Ambras, Ferdinand und Philippine, Renaissancemusik. Geht eh alles schön zusammen. Klingt auch gut. Wusstet ihr, dass Lautinisten ebenso lange spielen, wie sie ihre Laute stimmen? Ich möchte das nicht missen.

Anderes, wie etwa Museen und Theater, ist vom Tourismus nur in zweiter Linie betroffen. Es gäbe sie ohnedies, nur vielleicht mit weniger Unterstützung. Und manchmal hat man auch den Eindruck, sie wollen gar keine »Fremden« ansprechen. Außer jene aus Südtirol, aber die sind ja eigentlich eh »Insrige«.

Aus diesen Themenbereichen erkennen wir auch die politische Sprengkraft des Tourismus. Die Politik muss also, wie gesagt, nicht nur die Gästewirtschaft an sich, sondern auch Umwelt- und Kulturthemen immer im Auge behalten. Ganz so einfach ist dies ja nicht, denn in Tirol herrscht traditionell eine gewisse geografisch bedingte Meinungsvielfalt, vulgo »Tälerdenken«. So gab es bis vor wenigen Jahren 252 verschiedene Tourismusverbände. Dann entschloss sich das Land Tirol, diese Struktur zu entschlacken und stellte Förderungsmaßnahmen auf, die dann bewirkten, dass es heute nur mehr 34 Tourismusverbände sind, sich also regionale Gruppierungen finden konnten, die marketingmäßig zusammenarbeiten können.13 Ich bin sicher, da gab es großes Heulen und Zähneknirschen bei vielen Funktionärinnen. Spannend ist auch, dass das Stimmrecht in den Verbänden an das Vermögen gebunden ist wie in alter Zeit, also die Stimme der Vertreterin einer Lebensmittelkette oder des Liftkaisers weitaus mehr Gewicht hat als jene der kleinen Privatzimmervermieterin. Den Rest dürft ihr euch selbst dazu denken.

Zur Unterstützung der Nachdenkpause gibt es wieder Musik:

Musik:

Ciprian Măgurianu Alpine Leas 00:04:29

Teil 4: Ausblick

Wie angekündigt, komme ich jetzt zum Abschluss des Themas auf die Tiroler Tourismusstrategie bis 2021 zu sprechen, mit dem wohlklingenden Motto »Tirol ist der Inbegriff alpinen Lebensgefühls«.

Lassen wir uns zunächst mal dieses Motto auf der Zunge zergehen. Näher betrachtet ist daran nämlich nichts wirklich klar, jedes Wort darin kann und soll hinterfragt werden.

Beginnen wir mit dem Begriff »Tirol«. Welches Tirol ist denn da gemeint? Wenn es von der Tirol Werbung kommt, ganz sicherlich nur jenes Tirol, das zu Österreich gehört. Neutral überlegt wird auch Südtirol das Zeug dazu haben, alpines Lebensgefühl zu vermitteln, doch der Neid auf das, was die italienischen Tiroler Touristiker so zusammen bringen können, weil sie viel mehr Geld haben, scheint leider groß in der Tirol Werbung, so ist zumindest mein persönlicher Eindruck. Es ist halt so, dass Interessentinnen, denen es bei uns zu teuer oder zu kompliziert ist, einfach über den Brenner fahren. Daran ändert sich auch sicherlich nichts, wenn über der Tirol Werbung noch ein bis zwei Management-Etagen eingezogen werden, eher im Gegenteil.

Dann das »alpine Lebensgefühl«. Alpin bedeutet ja klarerweise, »zu den Alpen gehörig«. Die Alpen ziehen sich aber von Frankreich über die Schweiz bis in die Mitte Ostösterreichs. Zwar liegt Tirol zur Gänze in den Alpen, aber das trifft auch auf eine Handvoll Schweizer Kantone zu. Tirol hat also die Alpen nicht für sich gepachtet, sozusagen. Und welches Lebensgefühl soll das alpine sein?

Und wieso »Inbegriff«? Was ist eigentlich ein Inbegriff? Der Duden meint, es handele sich um »Idealbeispiel, Idealbild, Idealtyp, Idealtypus, Musterbeispiel, Musterbild, Urbild, vollkommene Verkörperung; (gehoben) Inbild; (bildungssprachlich) Inkarnation, Modell, Prototyp; (oft abwertend oder ironisch) Ausbund; (gehoben abwertend) Ausgeburt; (veraltet) Summarium; (Philosophie, Psychologie) Archetyp«. Am besten gefiele mir ja »Summarium«, das werden auch die Touristikerinnen als Wirtschaftstreibende am besten verstehen, weil da »Summe« vorkommt.

Wenn also Tirol ein Idealbeispiel für alpines Lebensgefühl sein soll, fällt mir als Nächstes die Frage ein: ganz Tirol? »Nein, ein kleines Dorf unbeugsamer Gallier…« Nein, Scherz beiseite:

Abgesehen von der Frage »welches Tirol?« fällt mir eine wichtigere ein:

Kann ein Land als solches überhaupt Gefühle haben, Lebens-Gefühle? Es kann vielleicht solche auslösen – ganz spontan: welche Gefühle hast du, wenn ich »Tirol« sage?

Vielleicht kann es sogar welche vermitteln, doch die werden für alle etwas anders gelagert sein: Heimat-Gefühle, Natur-Gefühle, Sport-Gefühle, Urlaubs-Gefühle, Arbeits-Gefühle, Zufluchts-Gefühle, Fremdheits-Gefühle, je nachdem, ob du Ur-Tirolerin, Zuagroaste, Asylwerberin, ob du in Tirol lebst, arbeitest, urlaubst oder freizeitsportelst. All das gehört zum Leben – doch ist es das »Lebensgefühl«, das die Tirolwerbung meint?

Jedenfalls meint »Tirol ist der Inbegriff alpinen Lebensgefühls« vermutlich »Das österreichische Bundesland Tirol soll ein Musterbeispiel eines nur im Alpenraum vorhandenen Lebensgefühls vermitteln«, aber das klingt halt bei weitem nicht so griffig.

Aber nun lassen wir doch die, welche jenes Elaborat gestrickt haben, selbst zu Wort kommen14 – betrachten wir doch das Positionspapier selbst. Schon in der Überschrift sticht das Erste Wort ins Auge: Vision.

Ach so, Vision. Das kann alles bedeuten von »blendende Idee« bis »Alptraum nach übermäßigem Genuß von Hülsenfrüchten«. Und ist vor allem so schön unverbindlich. Und so beruhigend: »he, was wollts denn, mir hom eh a Vision.«

Weiter gehts: Das Papier nennt drei »große Linien«, die »den Tiroler Weg bestimmen«. Diese sind: »Tirol ist Lebens- und Erholungsraum«. Dann zunächst ein Faktu, Dass nämlich Tirol »ein begehrter Platz für mehr als 700.000 Tirolerinnen und Tiroler sowie Gastgeber für mehr als 10 Millionen Gäste pro Jahr« wäre. Daran ist kaum was zu rütteln, vor allem nicht an der Begehrlichkeit, wenn man sich den knappen Wohnraum ansieht. Doch nach diesen vielleicht für viele erstaunlichen Zahlen folgt: »Wer nach Tirol reist, findet keine künstliche Urlaubskulisse, sondern eine reale und vom spezifischen alpinen Alltag geprägte Lebenswelt.« Mein zwölfjähriger Sohn würde jetzt sagen: LOL. Ich sehe jetzt schon wieder den letzten Teil der Piefke Saga vor meinem geistigen Auge. Also, wenn 200 Jahre Tourismus eine »reale und vom spezifischen alpinen Alltag geprägte Lebenswelt« hinterlassen können, dann verdienen wir aber sämtliche Nobelpreise, Goldmedaillen und Oskars dieser Welt. Und selbst als Vision, also als »was wir gerne im Jahre 2021 haben wollen« ist dies ein unerreichbares Ziel – es würde quasi den Rückbau von eh allem bedeuten. Ein tirolweites Höfemuseum oder so etwas Ähnliches.

Aber gut, es ist eine Vision, und der letzte Satz dieses Abschnittes lautet: »Auch muss das Interesse des Tourismus an einem ästhetischen und authentischen Landschaftsbild bei der Gestaltung des Lebens- und Wirtschaftsraumes wieder stärker in den Vordergrund rücken.« Und mit diesem Satz haben sie mich wieder zu sich geholt, und ich kann weitergehen, ohne kopfschüttelnd das Studio zu verlassen.

Es geht auch gut weiter mit dem Punkt »Familienunternehmen«. EIn sehr guter Ansatz, die Betriebe als möglichst als Familienbetriebe zu führen – auch wenn bei der Vorstellung der Vision der gleichzeitige Ausritt des Landeshauptmanns gegen die Hotelkonzerne etwas unglücklich war.

»Familienbetriebe stiften und erhalten Identität und bilden mit ihrer Beständigkeit das Rückgrat des Tiroler Tourismus.«

Dann die »Kompetenzführerschaft«. Ja, im alpinen Tourismus macht uns kaum jemand etwas vor. Außer vielleicht die Schweizer. Interessant, dass hier vor allem Augenmerk auf Tourismusforschung gelegt wird, also endlich mal eingesehen wird, dass nicht nur Praktikerinnen, sondern auch Theoretikerinnen – vor allem durch ihre Außenperspektive – wertvolle Hinweise zur Verbesserung bieten können.

Und um diese Wege gehen zu können, benötigen wir »Handlungsfelder«, diese sind im Bereich der Unternehmen und Mitarbeiter, des Destinationsmanagements, bei Umwelt & Klima sowie in der Stärkung der Standorte zu finden.

Leider fehlen mir bei der Vision einige Punkte, die ich abschließend noch schnell anreißen möchte:

Im Papier nicht eigens erwähnt, aber wenigstens bei der Vorstellung angesprochen wurde einerseits die Radwegoffensive, um vielleicht endlich mal einen autofreien Urlaub andenken zu können, anderererseits der Ausbau der Barrierefreiheit im Tourismus.

Nicht erwähnt wurde leider die Frage, wie sich einheimische Familien tatsächlich Sport und Freizeit in Tirol leisten sollen. Egal ob im Sommer ins Schwimmbad oder im Winter auf die Piste, es ist einfach zu teuer. Und das für mich noch immer nicht recht überschaubare Angebot an »Pässen« oder »Tickets« hat einen absoluten Alpinschi-Schwerpunkt und zahlt sich für Familien gar nicht aus, die eben nicht jede freie Minute auf der Piste verbringen wollen. Hier scheint nach wie vor die Idee zu sein, die in den 1980ern gebauten Lifte zwanghaft ausnutzen zu müssen. Und, um beim Angebot zu bleiben: Wo ist das Sommerangebot für Leute, die nicht nur aus Wadeln bestehen und für die Sport nicht Leistung bedeutet? Und warum hat der Postbus keine eindeutigen Regeln zur Fahrradmitnahme?

Und zuletzt noch ein letztes Thema, für das offentlichtlich ebenfalls die Vision fehlt: die prekären Arbeitsverhältnise im Tourismus. »Tiroler Tourismusunternehmen sind regional und überregional begehrte Arbeitgeber.« So steht es da. Wie diese allerdings die Arbeit und vor allem das Geld geben, das steht wohl auf einem anderen Blatt.

Musik:

Dee Yan-Key: Lädschad 3:02

Abmoderation

So, aber nun genug hinterfragt für heute. Ich danke euch herzlich fürs Zuhören und hoffe, die Sendung hat euch wieder gefallen.

Und wie immer noch der Hinweis auf die Internet-Seiten zur Sendung:

Kritik, sowohl negative als auch positive, Wünsche und Anregungen könnt ihr gerne an mich per eMail senden: radio@hinterfragt.at.

Und wer die Sendung nachlesen möchte: die begleitende Website ist zu finden unter hinterfragt.at, dort findet ihr auch alle Links, oder könnt Kommentare zur Sendung abgeben. Ich spiele sowohl das Skript als auch den Mitschnitt so rasch wie möglich, meist noch am Tag nach der Sendung, auf die Website, und den Mitschnitt auch auf das Cultural Broadcast Archive, cba.fro.at.

Außerdem könnt ihr mir auch auf Twitter folgen @hinterfragtAT oder auf Facebook unter hinterfragt.

Das war Ewald Strohmar-Mauler mit der Sendung hinterfragt. Das kulturwissenschaftliche Magazin.

immer am zweiten Dienstag im Monat um 20 Uhr auf FREIRAD, dem Freien Radio Innsbruck, und die Wiederholung am 4. Donnerstag um 9 Uhr Vormittag.

Und nun verabschiede ich mich und wünsche euch noch eine gute Zeit.

Abspannmusik

Parallel Dream: Star Tourism 6:04

1 August von Kotzebue, Bemerkungen auf einer Reise aus Liefland nach Rom und Neapel, Köln 1805

2 ebd

3 Quelle: http://orawww.uibk.ac.at/apex/uprod/f?p=LLW:3:0::NO::P3_ID:1171

4 Forcher, Michael. Zu Gast Im Herzen Der Alpen: Eine Bildgeschichte Des Tourismus in Tirol. Innsbruck: Haymon Verlag, 2014. Print.

5 aa 23

6 UNWTO World Tourismus Barometer 02/2010

7 http://mkt.unwto.org/publication/unwto-tourism-highlights-2015-edition

8 Quelle: http://data.worldbank.org/indicator/ST.INT.ARVL, http://data.worldbank.org/indicator/ST.INT.RCPT.CD

9 Quelle: TourMIS

10 http://www.tirolwerbung.at/media/12795/Vom%20Welttourismus%20zum%20Tiroler%20Tourismus%202010.pdf

11 https://de.wikipedia.org/wiki/Tourismus#Das_Wortfeld_.E2.80.9EFremde_.2F_Fremdenverkehr.E2.80.9C_in_der_Kritik

12 http://kurier.at/wirtschaft/unternehmen/6-000-tiroler-tourismus-mitarbeiter-laut-experten-mit-alkoholproblem/4.662.695

13 https://www.tirol.gv.at/tourismus/tourismusverbaende/

14 https://wwwstatic.tirol.gv.at/t3tiro/uploads/media/FactSheet_TirolerWeg.pdf

 

Crazy @ Shopping – Einkaufen in Tirol

Sendung anhören

Ich begrüße euch, liebe Hörerinnen von FREIRAD, dem freien Radio Innsbruck! Am Mikrofon ist wieder Ewald Strohmar-Mauler mit einer neuen Ausgabe von „hinterfragt.“, dem kulturwissenschaftlichen Magazin.

Die heutige Sendung trägt den Titel:

Crazy @ Shopping

Toll, ein englischer Titel, jetzt fängt der auch schon damit an, werdet ihr vielleicht denken. Nicht ganz zu unrecht, denn im Marketing wird da ja heute bunt zwischen Englisch und Deutsch gemischt.

In der heutigen Sendung geht es um die verschiedenen Formen der Einkaufskultur im Land (und auch anderswo), vor allem im Vergleich zwischen Online-Shopping und stationären Läden, zwischen großen internationalen Ketten in Einkaufszentren und dem kleinen, persönlichen Geschäft.

Zu diesem Thema habe ich heute einen Studiogast: Markus Renk, den neuen Geschäftsführer der Wagner’schen Buchhandlung in Innsbruck, die er von der deutschen Thalia-Kette zurückgekauft hat. Zeichnet sich hier vielleicht ein neuer Trend ab?

Bevor wir da aber ins Detail gehen, noch ein ein Stück Musik:

Musik:

The Freak Fandango Orchestra – We’ll Save The World;;0:3:53

Teil 1: Überblick

Zu Beginn der Sendung werde ich euch wie immer eine kurze Einführung in die Thematik »Shopping« geben, und wieder einige der berüchtigten ZDFs, Zahlen – Daten – Fakten.

Was hat »Shopping« in einem kulturwissenschaftlichen Magazin zu suchen?

Im Gegensatz zum klassischen »Einkaufen« denke ich schon, dass »Shopping« durchaus eine Kulturtätigkeit ist. Denn wenn meine Mutter in den 1970er Jahren »einkaufen« gegangen war, damit sie dann für uns etwas kochen konnte, oder mit mir zweimal im Jahr Schuhe »einkaufen« gehen musste, dann ging es hierbei ja primär um die Befriedigung der unteren Plattformen auf der Maslow’schen Bedürfnispyramide, also einen gefüllten Magen und warme Füsse.

»Shopping« hingegen hat hier eine ganz andere Kategorie. Ich verorte diesen Bedeutungswandel irgendwann in den 1980er und stärker in den 1990er Jahren mit dem Aufkommen der »Shopping-Malls«, vulgo Einkaufszentren. Wobei sich diese ja eigentlich nie, außer in der offiziellen Firmenbezeichnung, mit letzterem Wort schmücken, geschweige mit der Abkürzung EKZ, die ja wirklich absolut unsexy ist. Nein, sie haben klingende Namen erhalten wie Shopping City Dortundda, Shopping Center Sonstwo, oder Kunstworte wie Cyta, die ja alle anders aussprechen (Süta, Zitta,….).

In diesen Einkaufstempeln geht es ja mittlerweile nicht mehr darum, den täglichen Bedarf an Fleischkassemmeln und warmen Füßen zu befriedigen, sondern um viel wichtigere Konsümgüter wie Mobiltelefone (die ja hierzulande auch mit einem marketingtechnisch ausgereiften Kunstwort bezeichnet werden) oder DVDs. Mensch muss in den shopping malls auch gar nichts kaufen, sie eignen sich auch gut für einen ganztägigen Familienausflug, bei dem nur Kleider und Schuhe probiert, Computerspiele getestet und Bücher probegelesen werden.

Und dann gibt es da noch das Internet, die Geißel des klassischen Handels. Mensch bestellt die Dinge einfach »online«, und die Post bringt dann allen was. Passt der Fetzen nicht, schicke ich ihn einfach zurück. Ist auch wesentlich kundenfreundlicher so, denn so sieht keine Verkäuferin, dass ich eigentlich eher Größe 56 als 54 brauche, obwohl ich seit 30 Jahren keinen Zentimeter mehr gewachsen bin. Also vertikal.

Doch mal abgesehen von der Peinlichkeits-Ersparnis gibt es noch durchaus andere, triftige Gründe, warum die Menschen »online« bestellen, und so komme ich nun zu dem Teil, den ich mir aus aktuellen Studien aus dem Jahr 2014 herausgekitzelt habe. Bei der rasanten Entwicklung des Internet nämlich sind Studien aus 2010 mehr oder weniger unbrauchbar. Die Quellenangaben findet ihr auf hinterfragt.at.

Je nach Produktgruppe bestellen die befragten Menschen zwischen 18 und 69 mittlerweile zwei Drittel ihrer Bücher lieber online, 60 % der Unterhaltungsmedien, Elektronik, Computer, Kommunikationsgeräte etc. Etwas lieber im Geschäft werden hingegen Bekleidung und Schuhe sowie Spielwaren gekauft, hier scheint also doch das persönliche An- bzw. Ausprobieren im Vordergrund zu sein, und ganz klar bevorzugt im klassischen Einzelhandel erstanden werden Möbel, Medikamente, Schmuck und bei den Lebensmitteln liegt der Online-Anteil überhaupt nur bei 5%.

Nun ist es ja so, dass viele Unternehmen zusätzlich zum stationären Laden auch einen Online-Shop betreiben (müssen). Jene, die das nicht tun, geben Gründe an wie »der persönliche Kundenkontakt ist wichtig«, »mein Unternehmen ist zu klein« oder »der Online Shop wird eh gerade erstellt«.

Warum kaufen aber die Kundinnen lieber im Internet?

Hier reichen die Antworten von niedrigeren Preisen, bequemer Nachhauselieferung, größerem Angebot, besseren Vergleichsmöglichkeiten bis zu den Bewertungen anderer Kundinnen.

Dagegen spricht die Angst vor Datenklau und -missbrauch sowie Betrug, der fehlende persönliche Kontakt, komplizierte Abwicklung sowie auch mangelnde Erfahrung und die Angst, dadurch Fehler zu machen.

Nun, ich persönlich kaufe gerne online ein, vor allem deshalb, weil ich vieles, was ich so kaufe, in Innsbruck gar nicht bekäme. Vermutlich bin ich daher auch einer jener Kunden, die mit besonderen Events angelockt werden müssen, einem einladenden Ambiente, einem Glaserl Prosecco.

Womit ich dann auch schon bei meinem heutigen Studiogast bin, der sich mit diesen Dingen sehr gut auskennt. Doch ich spanne euch noch ein wenig auf die Folter und spiele nocjh schnell ein wenig Musik:

Musik:

Jazzia – minor blues 4:34

Teil 2: Einblick

Ich darf nun hier im Studio meinen heutigen Studiogast Markus Renk begrüßen, den Geschäftsführer der »alten aber neuen« Wagner’schen Buchhandlung in Innsbruck.

(Begrüßung)

(Fragen)

Musik:

Jazzymuté Les bâtons dansants 03:46

Zwischenmoderation

Für alle, die sich erst später zugeschaltet haben:

Hier ist „hinterfragt„, das kulturwissenschaftliche Magazin live auf FREIRAD, dem freien Radio in Tirol! Mein Name ist Ewald Strohmar-Mauler.

Das heutige Thema ist Crazy @ Shopping und es geht um verschiedene Facetten des Einkaufens.

Nach Blick auf verschiedene Zahlen zum Thema „Shopping“ haben wir von unserem heutigen Studiogast Markus Renk einiges über die »alte aber neue« Wagnerische Buchhandlung in Innsbruck erfahren.

Und mit ihm geht es auch weiter

Teil 3: Seitenblick

(Fragen)

Musik:

Danny Rose & the Harridan Robbers – Cuckoo Rodríguez 0:4:19

Teil 4: Ausblick

Ich wollte ursprünglich ja noch einige andere Blüten der Shopping-Kultur beleuchten wie zB die Innsbruck@Night, diese Veranstaltung (mit Fragezeichen), die irgendwo im Graubereich zwischen kulturellem Event und Shopping-Erlebnis angesiedelt sein will. Doch leider habe ich vom Innsbrucker Stadtmarketing auf meine Anfrage nach Besucherinnenzahlen oder sonstigen Daten, über die ich hätte reden können, keine Antwort erhalten.

Nach dem Poetry Slam in der Wagnerischen war ich ja noch ein wenig auf der Maria Theresien Straße, um vielleicht noch einige Menschen zu ihrer Meinung zu dieser Shopping-Night zu befragen. Interessanter Weise war fast niemand schwer bepackt mit Einkaufssackerln, und die von mir Befragten kamen dann eigentlich auch mehr zum Schauen denn zum Kaufen. Und hatten zumeist auch schon einige Prosecco intus. Das wäre ja eine Zahl, die mich besonders interessieren würde, wie viele Flaschen Prosecco in dieser Nacht vernichtet wurden, also quasi der Prosecco-Faktor.

Doch genug davon.

 

Musik:

Spiky – The Thingumabob (Part I);0:3:15

Abmoderation

So, aber nun genug hinterfragt für heute. Ich danke euch herzlich fürs Zuhören und hoffe, die Sendung hat euch wieder gefallen.

Und wie immer noch der Hinweis auf die Internet-Seiten zur Sendung:

Kritik, sowohl negative als auch positive, Wünsche und Anregungen könnt ihr gerne an mich per eMail senden: radio@hinterfragt.at.

Und wer die Sendung nachlesen möchte: die begleitende Website ist zu finden unter hinterfragt.at, dort findet ihr auch alle Links, oder könnt Kommentare zur Sendung abgeben. Ich spiele sowohl das Skript als auch den Mitschnitt so rasch wie möglich, meist noch am Tag nach der Sendung, auf die Website, und den Mitschnitt auch auf das Cultural Broadcast Archive, cba.fro.at.

Außerdem könnt ihr mir auch auf Twitter folgen @hinterfragtAT oder auf Facebook unter hinterfragt.

Das war Ewald Strohmar-Mauler mit der Sendung hinterfragt. Das kulturwissenschaftliche Magazin.

immer am zweiten Dienstag im Monat um 20 Uhr auf FREIRAD, dem Freien Radio Innsbruck, und die Wiederholung am 4. Donnerstag um 9 Uhr Vormittag.

Und nun verabschiede ich mich und wünsche euch noch eine gute Zeit.

Abspannmusik

Special Quartet;Looking for the line;0:6:34

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