5. Sendung vom 13. September 2011: Thema: Wem gehören meine Daten?

Anmoderation:

Ich begrüße euch, liebe Hörerinnen von FREIRAD 105.9, dem freien Radio für Innsbruck!

Live am Mikrofon ist wieder Ewald Strohmar-Mauler mit der Sendung „hinterfragt.„, dem philosophischen Magazin – immer am zweiten Dienstag im Monat um 20 Uhr und die Wiederholung am vierten Donnerstag um 9 Uhr vormittags.

In meiner Sendereihe geht es um Themen, die uns in unserem Alltag immer wieder begegnen, und die ich aus verschiedenen philosophischen Perspektiven hinterfrage.

Die Sendung wird im Internet begleitet auf der Website hinterfragt.at. Dort könnt ihr die vergangenen Sendungen nachlesen, euch über die nächsten Sendungen informieren, mit mir und unter einander darüber diskutieren usw.

Ihr findet dort auch die Quellenangaben der Zitate und der Musikstücke, zum nachlesen bzw nachhören. Die Musik, die ich spiele steht unter einer creative-commons-Lizenz, und ihr könnt sie euch unter der Einhaltung dieser Lizenz auch kostenfrei herunter laden.

Also nochmals die Adresse der Website: hinterfragt punkt a t.

Außerdem noch der Hinweis: sowohl on air als auch auf der Website verwende ich die weibliche Form der Substantive, wenn beide Geschlechter gemeint sind.

Nun aber zur heutigen Sendung:

Die heutige Sendung trägt den Titel: Wem gehören meine Daten?

Es geht also im weitesten Sinn um Daten, Datenschutz, usw

Natürlich möglichst aus philosophischer Sicht, was bei einem solchen Thema nicht ganz so einfach ist. Denn das Thema ist ja noch nicht alt genug, um von Platon, Kant oder Hegel diskutiert worden zu sein. Trotzdem berührt es einige philosophische Disziplinen, nicht zuletzt die Anthropologie, denn es geht hier um Daten, die zu Menschen gehören.

Und es geht um Eigentum, Wirklichkeiten, Beziehungen, und um die Gesellschaft. Ach ja, um Streetview und Facebook, Anonymous und Vorratsdatenspeicherung natürlich auch.

Doch zuerst mal ein Stück Musik.

Musik 1:

Interpretin: Dreamweaver, Album; Only Time, Track: Summerfeeling, Länge: 03:32, Link: http://www.jamendo.com/de/track/157821

Beitrag 1: Was sind eigentlich Daten?

Bevor wir darüber sprechen können, wem Daten eigentlich gehören, zunächst mal einige Gedanken darüber, was Daten eigentlich sind.

Daten sind (Zitat) „Informationen, die in einem Computer verarbeitet werden“, meint lapidar eine Webseite zur Vorbereitung auf den ECDL1. Stimmt natürlich irgendwie, geht aber meilenweit daran vorbei, worum es mir heute geht. Denn hier sind natürlich nicht nur Informationen über Personen gemeint, sondern auch Informationen wie „in Bolivien werden jährlich 16.000 Tonen Zinn gefördert“. Diese interessieren uns heute aber nicht.

Mein erster intensiverer Kontakt mit Computern fand Anfang der 1980er Jahre statt, mit einem Commodore 128, den ich mir vom Geld meines ersten Ferialjobs kaufte, wenn ich mich richtig erinnere. Damals gab es das Internet noch nicht mal im Kopf seines Erfinders, Tim Berners-Lee. Und PCs, also Personal Computer plus dazu gehöriger Software, waren auch noch lange nicht Konsumenten-geeignet, es gab nur solche „Spielzeuge“ wie Commodore oder Atari. Großrechenanlagen wurden mit Terminals bedient, mit monochromen Röhren-Bildschirmen, grüne Schrift auf schwarzem Hintergrund, sehr augenfreundlich. Damals hatte auch noch niemand Angst, dass seine Daten von böswilligen Hackern geklaut werden könnten. Und die größte Sorge der EDV-Leute war, dass sie stolpern konnten und die Schachtel mit den Lochkarten fällt ihnen aus der Hand und die Karten vermischen sich auf dem Boden zu einem … man könnte sagen, Datensalat.

Auch etwas später zu Zeiten der Diskette fürchtete man Hardware-Fehler weitaus mehr als Datenklau. Speicherplatz war teuer, und so konnte nicht alles gespeichert werden, nur das Nötigste. Und die Rechner waren ja noch kaum vernetzt, und wenn, dann mit inkompatiblen, proprietären Netzwerk-Protokollen, sodass es nicht so einfach war, zu den Daten vorzudringen. Das war ja auch der Grund, warum Berners-Lee dann Ende der 80er mit HTML und HTTP einen einheitlichen Standard entwickelte.

Und dann ging los mit dem Internet: Hardware war inzwischen billiger geworden, zu einem Internetzugang bekam man von seinem Provider gratis Webspace dazu, und schon bastelte eine riesige Zahl von Amateuren schrecklich häßliche Webseiten mit Informationen über den Hund, den letzten Campingurlaub oder die neueste Verschwörungstheorie. Selbst die Seiten von Universitäten hatten zwar Inhalt, aber kein Layout.

Aber auch immer mehr Unternehmen begannen, ihre Produkte und Dienstleistungen über das Web zu verkaufen, und so kam es dann zu dem, was uns hier interessiert: auf zigtausenden Rechnern weltweit sind jede Menge Informationen über Menschen, deren Geld und Lebensumstände, Interessen und Vorlieben gespeichert. Zunächst zum Zweck der Durchführung von konkreten Verkaufstransaktionen, dann aber auch für Aktionen nach dem Muster „andere Kunden, die sich für das Produkt X interessiert haben, haben auch das Produkt Y gekauft“. Was natürlich nur geht, wenn ich wirklich alles speichere, was der Kunde auf meiner Website gemacht hat, egal ob er etwas gekauft hat oder nur angesehen. Und natürlich jede eMail, die er mir schreibt, jeden Telefonanruf, einfach alles.

Dieses Vorgehen erzeugte aber neben vielen anderen EDV-Jobs auch eine neue Art von Berufsstand: die Datenschützer. Diese machen sich professionell Sorgen um unsere Daten, die sogenannten „personenbezogenen Daten“. Ich zitiere jetzt mal ein paar Gesetzestexte.

Was sind personenbezogene Daten?2 (Zitat)“… Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person.“ Als da wären „Name, Alter, Familienstand, Geburtsdatum, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail Adresse, Konto-, Kreditkartennummer, Kfz-Kennzeichen, Personalausweisnummer, Sozialversicherungsnummer, Vorstrafen, genetische Daten und Krankendaten, Werturteile wie zum Beispiel Zeugnisse“. (Zitat Ende)

Somit sind wir auch schon bei den „sensiblen Daten“. Das sind, laut der Arbeiterkammer3 (Zitat)“besonders schutzwürdige Daten.“ Also „Daten natürlicher Personen über rassische und ethnische Herkunft, politische Meinung, Gewerkschaftszugehörigkeit, religiöse oder philosophische Überzeugung, Gesundheit, Sexualleben. Die Verwendung sensibler Daten ist grundsätzlich untersagt. Ausnahmen: Wenn etwa der Betroffene die verwendeten Daten offenkundig selbst öffentlich gemacht hat. Oder wenn er der Verwendung dieser Daten ausdrücklich zugestimmt hat – wobei Widerruf jederzeit möglich ist.“ (Zitat Ende)

In den Anfangszeiten der EDV gab also es keinen Datenschutz, dann wurden überall entsprechende Gesetze verabschiedet, und für das Internet dann auch irgendwann die Verpflichtung, ein Impressum auf den Webseiten anzugeben wie bei Druckwerken auch, damit man weiß, wer hinter einer Seite steckt. So weit so gut.

Aber dann kam die Ära des Web 2.0., des Social Networking, facebook, twitter, xing, myspace, studivz und wie sie alle heißen. Da ging die Debatte wieder los, denn diese Netzwerke wollen ja, dass du deine Daten bekanntgibst, und natürlich füllt man aus, man möchte ja networken, und somit habe ich meine Daten „selbst öffentlich gemacht“. Damit hätte ja noch kaum jemand ein Problem, aber die Schwierigkeiten entstehen z.B. dann, wenn man sich auf einen Arbeitsplatz bewerben will. Denn Personalistinnen sind ja auch nicht „auf der Brennsuppn daher geschwommen“ und können googeln. So kommt dann das peinliche Partyfoto zum Vorschein, das in der Blüte deines jugendlichen Leichtsinns entstanden ist, oder Foren-Postings, die dann zu deiner Ablehnung als Bewerberin führen. Und wer weiß schon, wo welche Daten über sie oder ihn gespeichert sind?

Über einige Aspekte dieses Zustandes dann im nächsten Beitrag, vorher aber noch etwas Musik.

Musik 2:

Interpretin: Project System 12, Album: Thunderstorm Dreamscene, Track: Keyboard yodelling, Länge: 04:11, Link: http://www.jamendo.com/de/track/771372

Beitrag 2: Alles online?

Wie schon gesagt, sind mit dem Internet und vor allem in den letzten Jahren mit dem sogenannten Web 2.0 einige Problemkreise entstanden, die es vorher definitiv nicht gab. Nehmen wir als einfaches Beispiel das Online-Banking. Bis in die 70er Jahre war es ja üblich, den Angestellten ihren Lohn wöchentlich oder monatlich in einem Kuvert bar in die Hand zu geben, bis dann schön langsam die Gehaltskonten aufkamen. Nun musste man das Geld vom Konto abheben, um die Rechnungen zu bezahlen, was auch irgendwie unpraktisch war, also wurden irgendwann mal Überweisungen modern: ich schrieb meine Kontonummer und meine Unterschrift auf den Zahlschein. Auch nicht gerade praktisch, vor allem musste ich die Zahlscheine zum Überweisen trotzdem noch auf die Bank tragen. Findige Menschen erfanden also das Online-Banking. Zwar vermutlich nicht, um mir damit Arbeit zu ersparen, sondern um sich Bankangestellte zu sparen, aber praktisch ist es trotzdem. Natürlich müssen dazu 99 tolle Sicherheitsmaßnahmen her, von einer hochgradigen Verschlüsselung für die zu übertragenden Daten, über PINs und TANs und was auf den Servern bei den Banken sonst an Sicherheit alles noch so läuft. Aber so wie die Bank physisch überfallen werden kann, so ist auch die virtuelle Bankfiliale nicht vor Einbrüchen sicher. Ob es jetzt ein Hacker ist, der sich Zugriff auf die Konten verschafft, oder ein Phisher einem ahnungslosen Opfer durch eine gut gemacht eMail, die offenbar von der Bank stammt, einige Passwörter, PINs und TANS und somit den Zugriff zu Kundenkonten ergaunert – Banken sind weder real noch virtuell wirklich sicher, als Kundin kann man da nur gut aufpassen, sonst nichts.

Das war nur ein Beispiel für die neuen Probleme, die die Informationsgesellschaft mit sich bringt. Ein anderes ist Online-Shopping. Wenn man nicht gerade in einer Großstadt wohnt, hat man es manchmal nicht leicht, alles zu bekommen, was man gerne hätte, denn die kleinen Spezialgeschäfte sperren eins nach dem anderen zu, da bleibt dir dann nichts mehr, als online zu bestellen. Alles, wo ich eigentlich keine Beratung brauche, kann ich ja eigentlich online kaufen. Oder, das Personal ist so uninformiert, dass ich die gewünschten Informationen im Internet eh viel schneller und besser finde. Dadurch, dass sie das Beratungspersonal und die Geschäftsausstattung einsparen, können die Online-Händlerinnen ja auch billiger sein, somit ein zusätzliches Argument für Online-Shopping. Aber: der Online-Laden hat meine Daten, zumindest Name und Anschrift, oft auch Bank- oder Kreditkartendaten. Und die Händlerinnen sind meist weit weniger abgesichert als Banken, da haben es die Hackerinnen schon leichter, an meine Daten zu gelangen. Selbst große oder staatsnahe Unternehmen investieren offenbar nicht genug in den Schutz von Kundendaten, wie einige Fälle aus der jüngsten Vergangenheit ja gezeigt haben.

Bei diesen Beispielen geht es um einen wirtschaftlichen Aspekt der Daten, den Geldverkehr. Dass hier Sicherheit oberstes Gebot sein sollte, ist klar, solange es Geldwesen in der uns bekannten Art gibt. Geldbesitz ist wirtschaftliche Existenz, und auch Buchgeld, virtuelles Geld als Konto-Datensatz wurde einmal real erwirtschaftet.

Was ist aber mit den anderen Daten, etwa den vorher genannten sensiblen Daten wie die über meine religiöse,politische oder sexuelle Ausrichtung? Die gebe ich ja freiwillig auf sozialen Netzwerken ein, um Gleichgesinnte zu finden. Und natürlich kontaktiere ich Freundinnen und Bekannte, deren Daten dann meinen Daten ebenfalls zugeordnet werden. So entsteht dann ein Dickicht aus Informationen auf irgendwelchen Servern, fernab meiner Möglichkeiten, diese Datenspeicherung zu kontrollieren. Facebook z.B. löscht nachweislich(quelle) nichts, sondern setzt nur Löschkennzeichen, die Daten bleiben erhalten.

Wir sind also offenbar nicht wirklich Herrinnen über unsere Daten, wir können nur nach der Devise vorgehen: lieber nichts im Internet veröffentlichen, was mal peinlich sein könnte. Und auch nichts, wovon man nicht will, dass es jemand anderes kopiert und als eigenes Werk ausgibt, ohne mich als Autor zu nennen.

Denn auch das Plagiieren ist jetzt wesentlich leichter geworden, man googelt ein wenig und schwupps, mit Kopieren und Einfügen hat man schon die halbe Arbeit fertig. Auch diese Praktiken sind ja derzeit in der öffentlichen Diskussion zu finden. Hier geht es dann auch ums Urheberrecht, welches 1710 von der englischen Queen Anne zur Förderung der Bildung erfunden wurde(quelle), denn ursprünglich hatten die Verlage alle Rechte an den Werken und druckten, wieviel sie wollten, die Autorinnen mussten mit einer einmaligen Abfindung zufrieden geben, dadurch kam es offenbar zu einem Autorenschwund, dem Anne gegensteuern wollte. Dieses Urheberrecht also wird 300 Jahre nach seiner Erfindung schon wieder ausgehebelt, diesmal durch Raubkopien und Plagiate, und die Frage stellt sich: Sind meine Daten noch Privateigentum, oder sind sie eh öffentlich, frei zugänglich? Begriffe wie Open Content und Open Source stehen im Raum, immer mehr Menschen treten dafür ein, dass Wissen frei von Beschränkungen sein sollte und veröffentlichen ihre Werke, egal ob wissenschaftliche Texte, Romane, Fotos oder Musik, z.B. unter einer creative commons Lizenz.

Musik 3:

Interpretin: lefu, Album: They Call it Freedom, Track: Aladin, Länge: :04:21, Link: http://www.jamendo.com/de/track/668525

Beitrag 3: Post Privacy

Für viele Menschen, vor allem in der Altersgruppe 14-35, sind Social Media Plattformen ja bereits zu einem fixen Bestandteil ihrer Lebenswelt geworden, ebenso wie online einkaufen oder die Bankgeschäfte erledigen. Ich bin zwar schon 46, kann mir aber ein Leben ohne Internet nur vorstellen, wenn ich in den Erinnerungen an meine Jugend krame.

Es existieren jedenfalls zwei Lager, die einen meinen, Daten sind schützenswertes Eigentum wie Autos oder Häuser, die anderen meinen, Daten zu schützen wäre unmöglich und daher kann man sie gleich frei geben, „Privacy ist für Loser“ titelt das Blog „off the record“4, und „Wollt ihr die totale Nacktheit?“ die TAZ5.

„Datenschutz ist sowas von Eighties“, meint Julia Schramm, eine Vertreterin der Post-Privacy-Bewegung6, ich zitiere: „Keine Macht den Datenschützern. Wir finden, dass die aktuelle Diskussion um den Schutz von Daten an der Realität vorbeigeht. Wir leben in einer vernetzten Welt, wo Privatsphäre durch das Internet nicht mehr möglich ist. Nun müssen wir sehen, wie wir damit umgehen.“ (Zitat Ende) Sie meint auch, dass wir natürlich sorgsam überlegen müssen, wo wir welche Daten veröffentlichen, aber es braucht dazu keine Gesetze, vor allem keine aus der „analogen Zeit“.

Über Julia Schramm komme ich jetzt aber zu einer Philosophin, nämlich Hannah Arendt, weil sie auch von Schramm auf ihrem Blog7 erwähnt wird, und immer wieder bei der Recherche für diese Sendung aufgetaucht ist, z.B. bei Michael Seemanns Blog Ctrl+Verlust8.

In ihrem Werk „Vita activa oder vom tätigen Leben“ beschreibt Arendt den Menschen als grundsätzlich soziales Wesen und bemüht die altgriechische polis als Modell einer freien Gesellschaft, weil der Mensch dort als Gleicher unter Gleichen lebt. Das wäre also die ideale Öffentlichkeit, von der sich aber die Privatsphäre deutlich abhebt, weil man im daheim im oikos nicht mehr frei ist, weil nicht mehr gleich.

Dieses Beispiel scheint ja grundsätzlich mal das genaue Gegenteil davon zu sein, wie wir uns meist fühlen: in der Öffentlichkeit bin ich doch unfrei, da bin ich wirtschaftlich abhängiger Arbeitssklave, und daheim kann ich tun was ich will. Und ich will jetzt gar nicht davon reden, dass wir ja wissen, dass in der historischen griechischen polis ja nur vermögende Männer wirklich frei waren.

Aber bezogen auf das Internet und die Post-Privacy-Bewegung ist dieses polis-Bild ja dann doch wieder irgendwie stimmig: wenn wir alle unsere Daten in diesem öffentlichen Raum Internet deponieren, sind wir wieder alle gleich, und frei. Der Chef, der mich wegen meiner offenherzigen Partyfotos nicht einstellen will, ist drei Seiten weiter selbst mit jemandem, die eindeutig nicht seine Frau ist, abgebildet. Na und?

Dieser neue öffentliche Raum, der da in dieser Datenwelt entstanden ist, hat aber derzeit noch einen natürlichen Feind: den Staat mit seinem Kontrollzwang. Und man hat das Gefühl, es wird immer schlimmer. Denn eines dürfte ja auch ziemlich klar sein: mittlerweile trauen viele Menschen dem Staat nicht mehr zu, ausreichend ihre Daten beschützen zu können. Und Maßnahmen wie Vorratsdatenspeicherung sind ja zur Vertrauensbildung sowieso eher kontraproduktiv, denn hier werden 8 Millionen Österreicherinnen provisorisch kriminalisiert, statt sie zu beschützen. Und wer glaubt, dass vorratsgespeicherte Daten auf den Servern der Polizei besser geschützt wären als Kundendaten bei Amazon oder Sony?

Was der Staat in Hinsicht auf Datenschutz geschafft hat, ist hauptsächlich, Unsicherheit zu generieren. Sein Erfüllungsgehilfe dabei sind die Massenmedien, die ja bekanntlich für die „öffentliche Meinung“ zuständig sind, uns also vorschreiben, was wir denken sollen.

Wir alle haben plötzlich Angst, irgendwer könnte mit irgendwelchen Informationen, die er über mich hat, irgend etwas Verbotenes anstellen.

Nehmen wir Google Streetview: anstatt in Jubel auszubrechen – hurra, jetzt können wir uns im Internet schon vorab ein paar Gegenden ansehen, wo wir vielleicht mal hinfahren wollen – nein, es wird in Panik ausgebrochen, dass alle Einbrecherinnen unsere Häuser ausspionieren könnten (als ob eine 3 Monate alte Streetview-Aufnahme irgendeine Aussagekraft über den derzeitigen Sicherheitszustand eines Hauses hätte).

Und klar, ein Ortungsgerät in einem Auto kann nicht nur bei einem Unfall dazu beitragen, dass das Kfz schneller gefunden wird, nein auch die Versicherung kann damit feststellen, wo du überall warst und ein Risikoprofil von dir anlegen und deine Prämie gleich raufsetzen.

Auch Neonazis, Terroristen und Amokläufer holen sich ihre Informationen gerne aus dem Internet. Angeblich ist es ja so einfach, sich Anleitungen zum Bomben basteln im Netz zu besorgen. Ich glaube das allerdings nicht mehr, seit ich nach zwei Stunden Suche nicht mal eine Bauanleitung für einen Fahrrad-Anhänger gefunden habe.

Alles Verbrecher in diesem Internet, oder? So lassen uns zumindest die Medien glauben, und der Staat kann dann sofort nach Maßnahmen rufen. Am besten den kompletten Datenverkehr speichern und durchsehen. Wenn man schon keine Terroristen findet, dann vielleicht wenigstens einen Kreditkarten-Betrüger oder ein Oben-Ohne-Foto der Finanzministerin.

Die andere Möglichkeit wäre ja auch eine Zensur des Internet, eine Idee, die der deutschen Ministerin von der Leyen den Spitznamen „Zensursula“ eingetragen hat und auch die britische Regierung hat wegen der kürzlich stattgefundenen Krawalle auch von twitter- und facebook-Verbot für Unruhestifter gesprochen. Womit wir dann auch schon in die Thematik von Rede-, Meinungs- und Pressefreiheit eintauchen würden. Doch das würde den Zeitrahmen der Sendung sprengen.

Zwischenmoderation:

Für alle, die sich erst später zugeschaltet haben:

Hier ist „hinterfragt„, das philosophische Magazin live auf FREIRAD 105.9, dem freien Radio in Innsbruck! Mein Name ist Ewald Strohmar-Mauler mit philosophischen Gedanken zu aktuellen Themen.

Der heutige Beitrag trägt den Titel: Wem gehören meine Daten?

Es geht also um Daten, Datenschutz, Post Privacy, facebook, Google, usw.

Musik 4:

Interpretin: HiGhMaS, Album: Highmas 2, Track: Meditation, Länge: 03:09, Link: http://www.jamendo.com/de/track/593163

Beitrag 4: Symbole und Menschenbilder

Bei aller Hilflosigkeit gegenüber dem Thema Daten und Datenschutz: es ist ja doch so, dass Daten kein „Ding“ sind, oder juristisch gesprochen, keine Sache. Man kann Daten nicht teilen, auch wenn sie für die Speicherung eine Maßeinheit haben, das Byte, also Kilo-, Mega-, Gigabyte usw. Aber der Aufforderung „Bitte löschen Sie drei Viertel meiner Daten“ kann niemand sinnvoll nachkommen.

Daten sind Symbole, sie repräsentieren etwas, ähnlich wie Sprache. Sie bilden eine Wirklichkeit ab. Bitte beachte: ich habe nicht gesagt: sie bilden die Wirklichkeit ab, sondern eine Wirklichkeit. Das hängt davon ab, welche Daten ich zur Verfügung habe, und von wann diese sind. Denn Daten haben die unangenehme Eigenschaft, bald mal unaktuell zu werden. Man sagt ja: „Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern.“9, das gilt umso mehr für Daten.

Jedenfalls bilden Daten viele verschiedene Wirklichkeiten ab, die nur in einer fiktiven, weil nie erzeugbaren, Gesamtsumme die tatsächliche Wirklichkeit abbilden könnten. Das ist wohl so ähnlich wie die Überlegungen der Theologinnen, dass man Gott nie vollständig wird erfassen können.

Umgelegt auf die personenbezogenen Daten könnte man diese Wirklichkeiten auch als „Menschenbilder“ bezeichnen. Daten machen eine oder mehrere Aussagen über einen Menschen. Und zwar, darum der Hinweis auf die Zeit der Speicherung, eine Momentaufnahme. Das wird ja leider gerne vergessen oder verdrängt, ich erinnere an das Beispiel mit dem Partyfoto, das Jahre später Probleme macht, aber schon lange nicht mehr aktuell ist: ich bin mittlerweile ja quasi schon ein ganz anderer Mensch geworden, und meine aktuellen Daten sehen auch ganz anders aus. Diese Verdrängung hängt vielleicht damit zusammen, dass wir uns Daten eben nicht so richtig vorstellen können, und sie uns daher gerne als monolitische Fixpunkte denken wollen, und ihre Wandelbarkeit und Fluktuabilität wird ignoriert. Wir betrachten uns selbst als Personen ja auch immer aus einem Standpunkt einer gewissen Invariabilität heraus und vergessen dabei gern die Veränderungen, die wir mit jeder neuen Begegnung oder Erfahrung mitmachen. Bei den Daten, die über uns existieren, ist es aber mehr der Wunsch nach Unveränderlichkeit, der im Vordergrund steht, vermutlich aus dem Wunsch nach Sicherheit heraus. Denn die Veränderungen, die in den letzten Jahrzehnten im Zusammenhang mit der computergestützten Informationsverarbeitung auf uns zugekommen sind, sind so unüberschaubar für einen Menschen, dass man vieles davon ausblenden muss, um nicht verrückt zu werden.

Es ist ja auch irgendwo so ein Schlagwort, das im Zusammenhang mit der Informationsgesellschaft immer wieder genannt wird, dass der Mensch immer mehr zu einer Nummer wird. Ich finde, das ist Unsinn. Denn was da vor etwa 30 Jahren als Metapher für eine Veränderung hin zur Unpersönlichkeit aufgebracht wurde, trifft heute schon gar nicht mehr zu, wir sind nicht eine Nummer, sondern eine unüberschaubare Datensammlung, mit einer Nummer und einem Passwort hier, einer anderen Nummer und einem anderen Passwort dort. Nicknames, eMail-Adressen, Kundennummern und andere Zugangskennungen bedeuten für uns Schlüssel zum Zutritt in viele verschiedene Welten, zum Einkaufen, Spielen, Informieren. Und wer es ganz bunt treibt in diesen Datenwelten, hat eine virtuelle Identität wie etwa in Second Life, oder zumindest einem der vielen online-Rollenspiele.

Wir sind also nicht unpersönlich, sondern im Gegenteil zu vielen Persönlichkeiten geworden, und das nur dank der Daten, die über uns existieren.

Vielleicht sollte ich wieder zurück gehen zu Hannah Arendt, die abgesehen von der politischen Öffentlichkeit der Polis noch eine zweite Öffentlichkeit gesehen hat. Diese ist ein Produkt der modernen Zeit (wohl gemerkt: Arendts moderner Zeit, also aus dem Blickwinkel der Zeit Anfang des 20. Jahrhunderts) und stellt sich dar als – wie sie es nennt – Erscheinungsraum, in welchem die Grenze zwischen öffentlich und privat gefallen ist. Durch die Überbevölkerung der Städte entstehe Anonymität, die eine andere Art von Beziehungen hervorruft: man kann nicht mehr alle Mitbewohner kennen und sucht sich daher seine Kontakte selbst aus, dadurch wird aber auch Privates in den öffentlichen Raum verschoben, und dieser hat nicht mehr wie in der Polis die Eigenschaft, allgemein, frei und politisch zu sein.

Nun aber sind Arendts Thesen aber doch schon einige Jahrzehnte her, und mittlerweile hat sich das Verhältnis öffentlich und privat offenbar durch das Internet noch weiter verändert, sodass eigentlich kaum mehr ein Unterschied besteht zwischen den beiden Sphären.

Musik 5:

Interpretin: The Nuri, Album: Masquerade, Track: Ladder to the Stars, Länge: 03:11, Link: http://www.jamendo.com/de/track/421099

Beitrag 5: Beziehungen

Bisher habe ich die Daten immer nur auf eine Person bezogen, doch was ist eigentlich mit den Beziehungen zwischen den Menschen? Was hat sich hier geändert in den letzten Jahren?

Ein Schlagwort ist Vernetzung. Zunächst betrifft das ganz lapidar mal die Computer, zwischen denen mittels diverser technischer Möglichkeiten Daten hin- und herbefördert werden können. Ganz besonders ist das natürlich durch das Internet interessant geworden. Wir alle kennen diese Grafiken zur Veranschaulichung, wie dieses Internet-Ding eigentlich funktioniert: in der Mitte eine riesige Wolke, und aus ihr laufen einige Striche, die dann in stilisierten Computerchen münden. Also, ich schicke die Daten weg, sie landen in der Wolke, und von dort kann sie jemand anderer abholen. Oder so ähnlich. In Wirklichkeit interessiert es ja eh keinen, wie es funktioniert, Hauptsache, es funktioniert.

Der wesentliche Faktor bei der Vernetzung ist ja nicht die Technik, sondern natürlich die Menschen, die sich vernetzen.

Wichtig ist, dass laut Statistik Austria bereits ca. 80% der Menschen zwischen 14 und 75 das Internet verwenden. Bei den Zwecken der Internet-Verwendung, die in den Statistiken angegeben werden,finde ich zwar, dass Wesentliches fehlt, aber leider war nicht herauszufinden, ob nur die falschen Fragen gestellt wurden, oder ob die Leute wirklich primär Informationen suchen und eMails versenden. Es gibt aber auch Auswertungen, was online gekauft wird, auch wenn dieser Zweck in der anderen Studie gar nicht vorkommt. Und online-Spiele, eLearning oder Dating-Seiten auch nicht, nicht mal Musik und Filme herunterladen. Also befürchte ich, diese Statistiken geben nur ein sehr unvollständiges Bild davon wieder, was wirklich im Web so abläuft. Es zeigt mir aber auch, dass vieles davon eben noch gar nicht jene Selbstverständlichkeit besitzt, wie sie z.B. das Auto oder das Telefon für das „moderne Leben“ haben.

Die Menschen sind jedenfalls vernetzt, und das rund um die Uhr. Denn nicht nur Computer, sondern auch das Telefon ist eigentlich nicht mehr nur zum Reden gedacht, sondern man geht damit ganz selbstverständlich ins Internet, und das eben nicht nur, um einseitig Informationen abzurufen, sondern für eine wechselseitige Kommunikation mit Anderen. Die Beziehung zum Anderen wird also verbessert, oder in vielen Fällen sogar erst ermöglicht durch die Vernetzung. Viele Menschen, die man physisch gar nicht kennt, vielleicht gar nicht kennen möchte, sind auf den sozialen Plattformen „Freunde“. (Ja leider, facebook gendert nicht, es gibt keine Freundinnen.) Du nimmst an ihrem Leben Teil, und sie an deinem. Oder zumindest an dem Teilbereich, den du ihnen freiwillig anbietest. Du musst ja nicht reinschreiben „habe mir soeben einen Pickel ausgedrückt“. Du kannst es aber. Und zwischen den Informationen, die sich tatsächlich um die berühmte facebook-Frage „was machst du gerade?“ drehen (die ja nun wirklich nicht so spannend ist), finden sich Informationen über Veranstaltungen, interessante Artikel, lustige Fotos, der Hinweis auf meine nächste Sendung, usw. Das Ganze ist ein Flickenteppich aus Informationen aller Art, ein Flohmarkt der Neuigkeiten, ein Netzwerk aus Beziehungen.

Dadurch entstehen natürlich weitaus mehr neue Wirklichkeiten als mit den Daten bloß eines einzelnen Menschen. Und für diese, das muss auch gesagt werden, gibt es keine Regeln. Zumindest derzeit noch nicht, und natürlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich auch hier wieder wichtige Menschen aufspielen, die all das reglementieren müssen.

Aber es ist doch so: wenn mich ein Beitrag nicht interessiert, ignoriere ich ihn einfach, und das geht weitaus leichter, als im „real life“, im „echten Leben“, wo man aus Höflichkeit oft gezwungen ist, lächelnd zu nicken, auch wenn einen die Geschichte, die das Gegenüber erzählt sowas von überhaupt nicht interessiert. Klar, die Anonymität des Web, so heißt es manchmal, lässt Leute in Diskussionen leichter ausfallend werden als wenn sie im Gasthaus mit „echten“ Menschen diskutieren. Aber ich denke, diese Leute wären auch in der physischen Begegnung unsympathisch, da kann das Internet nichts dafür.

Ich habe, vielleicht hat man es gehört, das Wort „echt“ in den letzten Absätzen immer unter Anführungsstriche gesetzt. Denn wie viel echter ist ein Mensch, der gegenüber sitzt, als einer, der auf mein Foren-Posting antwortet? Ich glaube, wir sollten uns von diesen Begrifflichkeiten verabschieden. Auch die virtuelle Bekanntschaft ist eine Bekanntschaft, und sie ist nicht weniger echt als die andere. Denn vorgaukeln kann auch ein „echter“ Mensch so einiges.

Probleme sehe ich persönlich da also eher nicht darin, dass einem bei Netz-Bekanntschaften etwas vorgemacht wird, sondern eher darin, dass sich Abhängigkeiten entwickeln. Diese entstehen in physischen Beziehungen zwar auch, aber nicht in dieser Größenordnung. Die Vernetzung ist ein Multiplikator in jeder Hinsicht, auch was den Wunsch nach Verfügbarkeit betrifft. Fällt da einmal was aus, beginnt gleich die große Panik. Von Information abgeschnitten zu sein, ist für viele von uns doch ein größeres Problem als man meinen möchte. Wir leben ja nicht nur von Kommunikation, sondern auch in ihr und mit ihr. Und das hat sich durch die Vernetzung noch verstärkt.

Musik 6:

Interpretin: Project System 12, Album: Thunderstorm Dreamscene, Track: Peaceful Evening, Länge: 03:15, Link: http://www.jamendo.com/de/track/xxxx

Beitrag 6: Fazit

Ich denke, die Zeit der einseitigen Kommunikation geht langsam vorbei. Web 2.0, überhaupt Medien 2.0, gehen in die Richtung des Mitmachens, nicht mehr nur passiv Konsumierens.

Wo früher das Internet nur als schnelle Informationsquelle gesehen wurde, ist es für viele Menschen zu viel mehr geworden. Es ist ein Abbild des Lebens: man kann einkaufen, lernen, sich unterhalten, spielen. Vor allem die Kommunikation hat dadurch eine Dimension der Öffentlichkeit bekommen, die sie seit den Tagen, als man sich am Marktplatz getroffen und miteinander geredet hat, nicht mehr hatte.

Die Medien wachsen auch immer mehr zusammen: Musik und Video, Literatur und Fotos, alles wird geteilt, besprochen, weiter gegeben. Die Lebenswelten der Menschen, abgebildet in ihren Daten, werden öffentlich.

Die rechtlichen Gegebenheiten hinken da Jahrzehnte hinten nach, gehören reformiert. Menschen wollen kreativ sein, wollen sich verwirklichen, mitmachen, und da ist Web 2.0 eine Chance.

Mitmachen statt Konsumieren: das passt auch irgendwie zu diesem Freien Radio. Ich mache diese Sendung, weil ich meine Gedanken mit euch teilen will. Vielleicht hast du ja auch was zu teilen. Sag, was dir wichtig ist, spiele deine Musik, mach ein Hörspiel. Freie Medien sind Experimentierkästen.

Abmoderation:

So, nun sage ich wie immer an dieser Stelle: genug philosophiert für heute. Ich danke euch herzlich fürs Zuhören und hoffe, die Sendung hat euch wieder gefallen.

Und nochmals der Hinweis die Internet-Seiten zur Sendung:

Kritik, sowohl negative als auch positive, Wünsche und Anregungen könnt ihr gerne an mich per eMail senden: radio {at} hinterfragt {punkt} at.

Und wer die Sendung nachlesen möchte: die begleitende Website ist zu finden unter hinterfragt.at, dort könnt ihr auch Kommentare zur Sendung abgeben. Außerdem könnt ihr mir auch auf Twitter folgen @hinterfragtAT oder auf Facebook unter hinterfragt.

Und nun verabschiede ich mich und wünsche euch noch eine gute Zeit.

Das war Ewald Strohmar-Mauler mit der Sendung hinterfragt. Das philosophische Magazin live auf FREIRAD 105.9, dem Freien Radio in Innsbruck.

Abspannmusik:

Interpretin: cometa, Album: xxx, Track: Ralph and Robert, Länge: 10:36, Link: xxx

1http://www.hsreichraming.eduhi.at/material/m1/fragenkatalog_modul1.pdf

2https://www.ldi.nrw.de/mainmenu_Datenschutz/Inhalt/FAQ/PersonenbezogeneDaten.php

3http://www.arbeiterkammer.at/online/page.php?P=1078&IP=2781&AD=0&REFP=2077&S=2780,2781,2782,13897

4http://off-the-record.de/2011/06/17/privacy-ist-fuer-looser/

5http://www.taz.de/Reden-ueber-Privatsphaere%20Wollt-ihr-die-totale-Nacktheit/!69877/

6http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,749831,00.html

7http://juliaschramm.de/blog/moderne/arendt-und-privatssphare/

8http://www.ctrl-verlust.net/vortrag-das-radikale-recht-des-anderen

9Quelle nicht feststellbar

 

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