6. Sendung vom 11. Oktober 2011 Titel: Wie verrückt ist Auto fahren?

Anmoderation:

Ich begrüße euch, liebe Hörerinnen von FREIRAD 105.9, dem freien Radio für Innsbruck!

Live am Mikrofon ist wieder Ewald Strohmar-Mauler mit der Sendung „hinterfragt.„, dem philosophischen Magazin – immer am zweiten Dienstag im Monat um 20 Uhr und die Wiederholung am vierten Donnerstag um 9 Uhr vormittags.

In meiner Sendereihe geht es um Themen, die uns in unserem Alltag immer wieder begegnen, und die ich aus verschiedenen philosophischen Perspektiven hinterfrage.

Die Sendung wird im Internet begleitet auf der Website hinterfragt.at. Dort könnt ihr die vergangenen Sendungen nachlesen, euch über die nächsten Sendungen informieren, mit mir und unter einander darüber diskutieren usw.

Ihr findet dort auch die Quellenangaben der Zitate und der Musikstücke, zum nachlesen bzw nachhören. Die Musik, die ich spiele steht unter einer creative-commons-Lizenz, und ihr könnt sie euch unter der Einhaltung dieser Lizenz auch kostenfrei herunter laden.

Also nochmals die Adresse der Website: hinterfragt punkt a t.

Außerdem noch der Hinweis: sowohl on air als auch auf der Website verwende ich die weibliche Form der Substantive, wenn beide Geschlechter gemeint sind.

 

Nun aber zur heutigen Sendung:

Die heutige Sendung trägt den Titel: Wie verrückt ist Auto fahren?

Ich bin jetzt aber nicht zu den Psychoanalytikern übergelaufen, keine Sorge. Die Fragestellung leitet sich vielmehr ab von einem Artikel aus der Zeit, der vor einigen Jahren erschienen ist, in dem der Verkehrsexperte Hermann Knoflacher behauptet „Das Auto macht uns total verrückt!“1 Außer dem Thema Auto, also dem MIV (kann man auch „Mief“ aussprechen), also dem Motorisierten Individualverkehr, werde ich aber auch andere Themen im Dunstkreis des Verkehrs ansprechen.

Doch zuerst mal ein Stück Musik.

Musik 1:

Interpretin: cometa, Album; Ralph and Robert, Track: Fog, Länge: 04:35, Link: http://www.jamendo.com/de/album/41735/

 

Beitrag 1: Allgemeine Überlegungen

Zum Einstieg möchte ich einige allgemeine Überlegungen zum Thema Auto anbieten.

Neulich war in Deutschlandradio Kultur in der Sendung „2254 – Nachtgespräche am Telefon“ ein Beitrag mit dem Titel „Der Deutschen liebstes Kind – Ist das eigene Auto alternativlos?“2 zu hören. In dieser Sendung können Hörerinnen ihre Meinung zu verschiedenen Themen loswerden, die Sendungen könnt ihr übrigens via Podcast auch nachhören, den Link stelle ich ebenfalls auf meine Website. Die betreffende Sendung bot jedenfalls ein breites Spektrum an Aussagen pro und contra Auto fahren, von denen ich einige wesentliche jetzt mal kurz ansprechen möchte. Denn auch wenn es eine Sendung aus Deutschland ist, ist es ja hier bei uns auch so: das Auto ist auch der Tirolerinnen liebstes Kind.

Auch bei uns kommt von den Autoliebhaberinnen gern mal das Argument zuerst, dass es ja in der Stadt vielleicht ohne Auto gehen mag, aber keines Falls am Land, wie auch immer man das definieren will: ein Dorf im Mittelgebirge ist ja wohl etwas anders zu betrachten als eines im Gschnitztal. Es wird behauptet, dass es „am Land“ einfach an den Alternativen fehle, vor allem, wenn man etwas oder jemanden zu transportieren habe. Autofans schwärmen dann vielleicht auch noch von der großen Freiheit und Unabhängigkeit, die das Auto bietet.

Die Gegnerinnen des Autos wiederum behaupten gern, das Auto wäre eigentlich unnötig, ein bloßes Statussymbol, es wäre teuer und gefährlich und schädige die Umwelt und unsere Gesundheit, und fordere so und so viele Todesopfer.

Natürlich ist an den Standpunkten beider Lager etwas dran, und man hört ja diese Darstellungen und viele weitere immer wieder. Es wird wohl genauso viel über die Sinnhaftigkeit des Autos gestritten wie z.B. über Religion oder Politik. Was ja meiner Meinung nach Themenbereiche sind, die uns Menschen grundsätzlich in unserem Wesen betreffen. Trifft das aber auch auf das Thema Auto zu?

 

Hier begegnet uns also eine anthropologische Frage: hat das Auto wirklich unser Wesen so verändert? Mehr als z.B. die Entdeckung des Feuers, der Werkzeuge, des Ackerbaus, und was die Menschen sonst noch so erfunden haben?

Alle diese Erfindungen haben ja etwas gemeinsam: sie sind nicht einfach nur Selbstzweck, sondern helfen den Menschen, ihr Mängelwesen-Dasein zu überwinden. Ohne diese These jetzt näher auszuarbeiten, behaupte ich auch: diese Erfindungen machen uns stark, unabhängig und frei. Und das trifft ja auch und ganz besonders auf das Automobil zu.

Das Ding, das so heißt, also „selbst beweglich“, übertrifft ja wirklich alles bisher da Gewesene, und es kombiniert sogar mehrere vorausgegangene Erfindungen bzw. Entdeckungen: der „Verbrennungsmotor“ benötigt das Feuer, es sind jede Menge Teile verbaut, die für sich schon unabhängige Erfindungen darstellen. Da meine ich jetzt nicht unbedingt das Radio, durch das mich jetzt sicher einige von euch hören, sondern eher die Zahnräder, Schrauben (die ja aufgewickelte schiefe Ebenen sind), Kolben, Hebel und sonstigen Teile, die mich im Physikunterricht zugleich genervt und fasziniert haben.

Und mit dem Auto im Zusammenhang stehen auch andere Aspekte wie z.B. der Umweltschutz, oder die vielen vom Auto abhängigen Industriezweige und Gewerbe mit den dazu gehörigen Arbeitsplätzen, denn Autos müssen geplant, hergestellt und betrieben werden, sie bewegen sich auf eigens zu diesem Zweck errichteten Straßen, parken auf Flächen, die für sonst nichts genutzt werden können, werden beworben, verkauft, versichert, repariert, und letztlich verschrottet. Außerdem beschäftigen sie noch Politikerinnen, die sich besondere Auto-Gesetze ausdenken und Beamtinnen, die dann Strafzettel an die Lenkerinnen verteilen.

Aber unabhängig von der genannten Sammlung technischer Errungenschaften, und auch unabhängig von allen wirtschaftlichen und umweltbezogenen Überlegungen, existiert noch das Auto als Idee. Und diese beinhaltet eben z.B. auch jene Adjektive, die ich vorhin genannt habe: das Auto macht stark, unabhängig und frei.

 

Das Element der Stärke ist vielleicht primär für Männer interessant, die offenbar an PS interessierter sind als anderen Faktoren, und die stärkere und sportlich aussehende Autos bevorzugen. Ich gebe zu, das könnten jetzt auch Klischeegedanken oder auch nur die Gaukelei der Werbung sein, ich habe mich nicht extra um entsprechende Studien bemüht.

Apropos Werbung: das Element der Freiheit wird ja in den Werbefilmen ganz besonders betont!

Einsame Autos in leeren Wüsten, auf freien Straßen, in wildromantischen Wäldern!

Es gibt wohl keine Auto-Werbung, die genervte Autofahrerinnen im Stau zeigt, oder beim Parkplatz-Suchen – es sei denn, es betrifft Fahrzeuge anderer Marken und das beworbene Auto wird irgendwie davon nicht betroffen.

 

Und: Soviel Science Fiction wie in Auto-Werbungen sieht man ja auch bei keinem anderen Produkt! Die potenziellen Kundinnen erhalten das Gefühl, ein Wunderding zu erwerben, das eh alles kann (sogar Personen von A nach B bringen).

Und die Unabhängigkeit natürlich. Man muss als Autobesitzerin niemanden fragen, ob die- oder derjenige eventuell so nett wäre, die Kinder, die Einkäufe oder die Kommode mit dem Auto zu transportieren. Oder gar ein Taxi oder einen Mietwagen zahlen – oder sich mit dem Bus und ähnlichen fahrplangebundenen Verkehrsmitteln herum ärgern.

Wobei Freiheit und Unabhängigkeit natürlich auch nicht unbegrenzt sind, spätestens bei der nächsten Ampel stehst eh wieder, und wenn ein lästiges Verkehrsschild dir befiehlt, nicht schneller als 80 zu fahren oder den Traktor vor dir nicht zu überholen, ist es aus mit stark, frei und unabhängig.

Auch Hermann Knoflacher hat so seine Thesen zur Frage, wie weit das Auto das Wesen der Menschen beeinflusst. Doch zuvor mal wieder etwas Musik.

 

Musik 2:

Interpretin: Dreamweaver, Album; ONLY TIME, Track: Paradream part II, Länge: 04:09, Link: http://www.jamendo.com/album/22715/

 

Beitrag 2: Das Auto macht uns total verrückt

Nach diesen Überlegungen werde ich nun das in der Anmoderation erwähnte Interview mit Hermann Knoflacher mit dem viel sagenden Titel „Das Auto macht uns total verrückt!“ aus der „Zeit“ vom 12. September 2007 heran ziehen, um einige der dort erwähnten Aussagen näher zu beleuchten.

Ich denke, dieses Interview bringt einige der wesentlichen Aussagen des Verkehrsexperten Dr. Hermann Knoflacher, der lange Jahre Professor für Verkehrsplanung an der Technischen Universität Wien war. Und obwohl seine Thesen in Fachkreisen und darüber hinaus sehr kontrovers diskutiert werden, denke ich, dass sie es trotzdem verdienen, betrachtet zu werden. Auf die Diskussionen selbst kann ich leider nicht näher eingehen, denn erstens würde das die ganze Sendung füllen, und zweitens handelt es sich um fachtheoretische Kontroversen unter Verkehrsplanern, und wir wollen hier ja philosophieren. Auf meiner Website hinterfragt.at werde ich aber Links zu verschiedenen Artikeln veröffentlichen.

 

Was also behauptet Hermann Knoflacher? Grundsätzlich, so würde ich es interpretieren, kreisen seine Thesen darum, dass das Auto den Menschen zu einem Wertewandel gezwungen hat, so dass letztlich heute unsere Lebenswelt komplett nach dem Auto ausgerichtet wird. Auch unser gesamtes Verhalten und auch unsere Wahrnehmung ist, so behauptet Knoflacher, auf das Auto ausgerichtet.

Als eine Ursache gibt er die menschliche Bequemlichkeit an: der aufrechte Gang der Menschen benötigt sehr viel Energie, im Auto verbrauchen wir nur ein Sechstel davon, uns zusätzlich fühlen wir uns (Zitat)“wahnsinnig schnell und stark“3. Und um diese Bequemlichkeit noch zu erhöhen, wird (Zitat) „das Auto in der Nähe zu allen Aktivitäten“4 untergebracht. Es werden also Verkehrs- und Parkflächen so konzipiert, dass die Leute möglichst kurze Strecken zu ihren Autos haben. Knoflacher behauptet auch5, (Zitat) „dass Eltern keine Rücksicht auf ihre eigenen Kinder nehmen, wenn sie zwischen einem Parkplatz vor der Haustür und einer verkehrsberuhigten Zone wählen müssen“ (Zitat Ende). Für Knoflacher bedeutet diese Art von Stadtplanung das Ende für (Zitat) „den natürlichen Lebensraum, den öffentlichen Verkehr, die Nahversorgung und letztlich auch das soziale Netz, das sich der Mensch im Laufe von Jahrtausenden aufgebaut hat“6(Zitat Ende)

Und weiter: „Das Auto ergreift vom Menschen Besitz. Der Autofahrer unterscheidet sich ja vom Menschen mehr als jedes Insekt.[…] Insekten haben mit dem Menschen gemeinsam, dass sie Mobilität mit ihrer eigenen Körperenergie bewältigen. Der Autofahrer muss das nicht. Und es gibt keine Insekten, die aus Bequemlichkeit den Lebensraum ihrer Nachkommen zerstören oder sich so schnell bewegen, dass sie sich dabei selbst töten. „7 (Zitat Ende). So wird also von Knoflacher den Autofahrerinnen ganz einfach die Menschlichkeit aberkannt, und selbst Insekten sind vernünftiger.

Er hat auch eine These zur Sesshaftigkeit – Zitat: „Auf Mobilität an sich waren wir, historisch gesehen, keineswegs stolz. Im Gegenteil: Mobilität war immer ein Ballast. Sesshaft zu werden bedeutete die Befreiung von der Zwangsmobilität. Man war geistig mobil genug, um zu wissen, wie man Pflanzen züchtet und Tiere domestiziert. […] Die Sesshaften haben ihr Territorium erobert und jedem anderen den Zutritt verwehrt. Sesshaftigkeit funktioniert nach dem Prinzip der Exklusivität. Die Nomaden machen den Sesshaften ihre Raumressourcen streitig und werden dafür gehasst. „8 (Zitat Ende)

Doch kurz zuvor meint er: „Menschliche Mobilität entsteht immer infolge einer Mangelerscheinung vor Ort. „9 Das ist für mich nun nicht mehr nachvollziehbar. Einerseits müssen wir mobil sein, weil wir vor Ort nicht das haben, was wir brauchen, andererseits sind wir sesshaft, weil wir irgendwann schlau genug waren, unsere Bedürfnisse vor Ort zu befriedigen. Offenbar gibt es doch einen Unterschied zwischen Nomadentum und unserer täglichen Kurzstrecken-Mobilität, diesen ignoriert Knoflacher aber. Schließlich haben wir ja nicht etwa eine Wohnmobil-Kolonie rund ums DEZ errichtet.

Auch seine These, dass wir immer schneller immer größere Entfernungen zurück legen (müssen?), um die selben Bedürfnisse zu befriedigen, macht auf mich den Eindruck, nicht wirklich abgesichert zu sein. Auch dass er, auch wenn er „Mobilität“ sagt, fast immer „Auto“ meint, wirkt etwas einseitig.

Wo ich ihm aber Recht geben möchte: tatsächlich hat sich unser Lebensraum im Laufe des 20. Jahrhunderts doch an den Autoverkehr angepasst, und keineswegs umgekehrt. Und das betrifft meines Erachtens nicht nur die Städte, sondern auch im noch so kleinen Dorf kannst du nicht um 5 Uhr früh auf den Balkon gehen, ohne gleich irgendwo ein Auto zu hören, in dem vermutlich ein einzelner Mensch sitzt, um zu einer Arbeitsstelle zu fahren, die weit weg von ihrem oder seinem Wohnort ist. Und es ist, nebenbei gesagt, „zumutbar“, wenn der Wohnort eine Stunde, oder vielleicht sogar länger, vom Arbeitsplatz entfernt ist. Für mich ist das absolut nicht vernünftig.

 

Und auch jede andere Art von Verkehr wird dem Auto untertan gemacht, man muss sich nur mal ansehen, wie es in unseren Dörfern so aussieht. Die zwei- oder dreihundert Jahre alten Häuser müssen stehen bleiben, aber der Autoverkehr muss in zwei Spuren dazwischen durch. Kein Problem, wenn man den Gehsteig weg lässt! Oder so schmal macht, dass keine zwei Fußgängerinnen aneinander vorbei kommen, und du sogar mit Einkaufstaschen an der Hausmauer entlang schrammst. Hier erkennt man also deutlich den Wert, den Fußgängerinnen oder Radfahrerinnen in dieser Auto-Welt haben. Denn hier wird um jeden Parkplatz und jeden Meter befahrbaren Weges gestritten.

 

Und abschließend noch ein Satz Knoflachers zu einer besonderen Art von Freiheit der Autofahrerinnen, nämlich der Rechtsfreiheit: (Zitat) „Im Gegensatz zu allen anderen Menschen dürfen sie die Umwelt straffrei verlärmen, verunreinigen und die öffentliche Sicherheit gefährden. Ein randalierender Betrunkener wird wegen Lärmbelästigung verhaftet, Autofahrer, die zu allen Tages- und Nachtzeiten unsere Häuser beschallen, werden akzeptiert. Würde ich als Fußgänger mit einer Dose krebserregende Substanzen versprühen, wäre das gesetzeswidrig. Tausende Autofahrer tun das täglich ungehindert und verkürzen die Lebenszeit von uns allen um durchschnittlich zwölf Jahre. “ (Zitat Ende)

 

Nach diesen starken Worten spiele ich wieder ein Stück Musik und dann geht es weiter mit Alternativen zum Auto!

 

Musik 3:

Interpretin: Thierry Link, Album; Disorders, Track: Try Again Länge: 03:54, Link: http://www.jamendo.com/album/51255/

Zwischenmoderation:

Für alle, die sich erst später zugeschaltet haben:

Hier ist „hinterfragt„, das philosophische Magazin, live auf FREIRAD 105.9, dem freien Radio in Innsbruck! Mein Name ist Ewald Strohmar-Mauler mit philosophischen Gedanken zu aktuellen Themen.

 

Die heutige Sendung trägt den Titel: Wie verrückt ist Auto fahren?
Es geht also um das Thema Verkehr, mit bekannten und neuen Thesen dazu. Bisher kamen einige allgemeine Überlegungen zum Auto fahren und die entsprechenden Thesen des Verkehrsplaners Hermann Knoflacher zur Sprache.

 

 

 

Beitrag 3: Die naheliegenden Alternativen

Nun geht es also wie versprochen weiter mit den Alternativen zum Auto, und zwar jenen, die uns sofort mal einfallen. Und zwar möchte ich diese nach Möglichkeit auf folgende Faktoren hin untersuchen: Notwendigkeit – Bequemlichkeit – Statussymbol – Ästhetik, also wieder die anthropologisch-philosophischen Aspekte heraus stellen und weniger die wirtschaftlichen und umweltbezogenen Aspekte – denn diese bekommt ihr sowieso immer und überall serviert.

 

Da wäre also als erste Alternative natürlich zunächst mal der Öffentliche Personen-Nahverkehr (ÖPNV). Dessen Notwendigkeit kann ja nicht wirklich in Frage gestellt werden. Denn wer weitere Strecken zurück legen muss, als mit dem Fahrrad sinnvoll sind, vielleicht auch noch etwas zu transportieren hat, und gerade kein Auto zur Verfügung hat (egal ob als Lenkerin oder Mitfahrerin), oder gar keines lenken darf, kann oder will, der braucht also irgendein Verkehrsmittel. Die Notwendigkeit für den ÖPNV ergibt sich dann aus der Summe aller Menschen, die vor dieser Situation stehen.

Die Bequemlichkeit mag vielleicht im Vergleich mit dem Auto eine geringere sein, wie man ja immer wieder hört, vor allem in Diskussionen um die Fahrpläne bzw. Taktfrequenzen der Öffis. Das zeigt mir allerdings auch wiederum nur, dass alles aus der Auto-Perspektive betrachtet wird, alles am Maßstab Auto gemessen wird.

In Wahrheit ist es ja doch nicht so schlecht, sich im Bus oder der Straßenbahn herum kutschieren zu lassen, auch wenn die Bestuhlung im Stadtverkehr weitaus schlechter ist als die gemütlichen Polstersitze der Postbusse in ländlichen Regionen. Und, um ein anderes beliebtes Contra-Öffi-Argument aufzugreifen: mit Dauerschnupfen und Kopfhörern erträgt man es auch, dass rundherum Menschen mit den verschiedensten Körpergerüchen sitzen und telefonieren. Wer allerdings damit ein Problem hat, dürfte auch nie ins Gasthaus gehen, oder?

Die Flexibilität des Öffentlichen Verkehrs ist vielleicht auf den ersten Blick geringer als beim Auto, vor allem außerhalb der Stadt – allerdings erspart man sich die Parkplatzsuche und den Ärger mit den Kurzparkzonen.

Statussymbol sind die Öffis keines, und auch die Ästhetik lässt zu wünschen übrig, wenn sich auch moderne Niederflur-Straßenbahnen schon sehen lassen können.

 

Womit wir, ihr wundert euch vielleicht, auch schon beim Fahrrad wären. Denn das ist sehr wohl eine Art Statussymbol, nämlich für die Umweltbewußten, die Alternativen, die Sportlichen usw.

Eigentlich wäre das Rad ja das naheliegendste Verkehrsmittel: der Preis ist gering, es macht Spaß, es ist gesund, man kann auch je nach Ausstattung Sachen transportieren, man kann es selber reparieren, man zahlt keine Treibstoffpreise, usw. Also zumindest für kürzere Strecken doch sicher ideal. Warum wird es aber nur von einer Minderheit angenommen?

Womit wir bei der Bequemlichkeit wären: wenn es regnet, schneit, kalt ist, sieht man sofort viel weniger Radfahrerinnen auf den Straßen. Es scheint für die meisten also ein Sommer-Schönwetter-Fahrzeug zu sein. Ist für mich persönlich nicht nachvollziehbar, aber gut. Auch dass es meist als Sportgerät und nicht als Verkehrsmittel wahrgenommen wird, stört mich persönlich ziemlich, es hat aber auch den Aspekt, dass man meist nicht als Verkehrsteilnehmerin betrachtet wird – im Positiven wie im Negativen.

Dann wird über die schlechte Radwegs-Infrastruktur gesprochen, die ist für mich durchaus nachvollziehbar, denn diese ist nur so schlecht, weil ja alles aufs Auto hin geplant wird. Immerhin dürfen Radfahrerinnen die Busspuren mitbenützen und sich mit den Fußgängerinnen einige Gehwege teilen. Hurra.

Kein Wunder also, wenn sich die viele Radfahrerinnen benehmen, als ob sie in einem Auto säßen, oder sogar noch schlimmer, denn sie haben ja keine Nummernschilder und sind daher vom Auge des Gesetzes weniger leicht fassbar. Ein Fahrverbot, dass nicht exekutiert werden kann, ist keines. Oder, Hand aufs Herz, die Mit-Radfahrerinnen unter euch: noch nie über den Sparkassenplatz oder die Karwendelbrücke gefahren? Was, da ist Fahrverbot? Jaha, tatsächlich. und bei der besagten Brücke, diesem viel zu schmalen Holzplanken-Ungetüm, ist es meiner Meinung nach sogar unverantwortlich und höchst gefährlich (für die Fußgängerinnen nämlich), da nicht abzusteigen und das Rad zu schieben. Ich ärgere mich an jedem Arbeitstag zweimal über euch. Und ja: ich schiebe mein Radl über die Brücke, auch wenns nervt.

Hier könnte man noch lange solche Gefahrenstellen und verplante Radverkehrsflächen in Innsbruck aufzählen, und es gibt auch eine Karte dazu im Internet, den Link schreibe ich euch auch auch meine Website.

http://innsbruck.gruene.at/radlspur

Wie überall bei der Planung von Verkehrsflächen gilt vermutlich auch hier der alte österreichische Grundsatz: es passiert erst was, wenn was passiert ist.

 

Es gibt aber auch noch andere naheliegende Alternativen zum eigenen Auto: z.B. das Taxi. Das ist ja ein besonderer Fall: es ist eigentlich genau wie ein Auto, also mit allen Pros und Contras, nur besser, denn man muss nicht mal selber fahren. Klar, die Preise sind nicht wirklich nachvollziehbar, aber gelegentlich eine Taxifahrt ist immer noch wesentlich billiger als sich ein Auto leisten zu müssen.

 

Und dann gibt es noch die Fußgängerinnen. Das ist ja die ursprüngliche Fortbewegungsart der Menschen, wurde über Jahrtausende erfolgreich verwendet, wird aber heute in Diskussionen über den Verkehr nur außer Konkurrenz gehandelt. Und die Verkehrsflächen für Fußgängerinnen werden immer weniger und sind unbedeutend. Selber gehen ist nur auf Kurzstrecken erlaubt, ansonsten uncool. Außer man durchquert zu Fuß einen Kontinent, um Spenden zu sammeln.

 

Das wären also meiner Ansicht nach die bekannteren Alternativen zu Auto, die exotischeren präsentiere ich dann nach dem folgenden Musikstück.

 

Musik 4:

Interpretin: Hiroumi, Album: Kokoro No Furyoku, Track: up in the cloud, Länge: 04:33, Link: http://www.jamendo.com/album/44756

 

Beitrag 4: Die exotischeren Alternativen

Es geht also wie versprochen weiter mit den etwas weniger bekannten Alternativen zum eigenen Auto. Da wäre zunächst mal das car sharing, also die gemeinschaftliche Benutzung eines Autos. Das gibt’s grundsätzlich in zwei Varianten: bei der ersten wird von beliebigen Privatpersonen gemeinsam ein Auto angeschafft und nach einem ausgetüftelten Plan benutzt bzw wird das Auto von einer Person gekauft und die anderen zahlen anteilig mit. Scheint einfach, scheitert aber meist daran, dass sich die Mitbesitzerinnen irgendwann aus verschiedensten Gründen zu streiten beginnen. Die andere Variante ist die kommerzielle: ein Unternehmen beschafft eine Flotte von Autos und stellt sie Menschen zur Verfügung, die einen entsprechenden Vertrag abschließen. Das mir bekannte Projekt dieser Art ist nur wenig brauchbar, denn es gibt zu wenig Standorte (außerhalb Wiens sowieso) und man muss das Auto auch wieder dort abliefern, wo man es ausgeliehen hat.

Sinnvoll ist so ein System meines Erachtens also nur als Mittelding zwischen eigenem Auto und Öffentlichem Verkehrsmittel: wichtig wäre ein einigermaßen kurzer Weg zum Fahrzeug und die Möglichkeit, es überall abzustellen – das sollte ja auch kein Problem darstellen, denn man könnte sich ja den Standort des nächsten Fahrzeugs übers Internet suchen. Solche Projekte laufen z.B. derzeit in Hamburg, Ulm und München10. Hier hätte man also ein Auto, aber kein eigenes. Was natürlich auch ein wichtiges Argument ist: der Preis sollte sich auch im Rahmen des Sinnvollen bewegen, wenn Menschen zum „Umsteigen“ gebracht werden sollen.

Am vergangenen Samstag war in der TT, interessanter Weise im Karriereteil, unter dem Titel „Eine Frage der Einstellung“11auch die Behauptung einer Klagenfurter Soziologin zu lesen, welche meint, dass das Auto ohnehin langsam den Status der „heiligen Kuh“ verliert, also die emotionale Bindung an das eigene Auto schwindet.

Hier kann man gut einhaken, um einmal diesen Aspekt zu hinterfragen: wenn ich an meine diversen Autos zurück denke (derzeit habe ich ja wieder mal keines), muss ich sagen: ja, eine gewisse Bindung kann man da durchaus feststellen. Worte wie Freiheit und Unabhängigkeit fallen mir da schon auch ein, wie im ersten Beitrag bereits erwähnt. Schnelligkeit weniger, meine Autos waren eher praktischer Natur, so zum viel transportieren, und irgendwie auch als verlängertes Wohnzimmer. Und so kommt dann immer die persönliche Note hinzu. Das hat man natürlich beim Carsharing-Auto nicht, da kann man nicht mal ein Duftbäumchen aufhängen oder sowas. Also: der Verzicht fährt hier mit.

Womit ich auch schon bei einer ganz anderen Überlegung wäre, die auch in der anfangs angesprochenen Radiosendung 2254 kam: der Verzicht auf Fahrten. Ich denke da z.B. an einen Baumarkt, einen Elektronikmarkt und ein Sportgeschäft, alle drei im Osten Innsbrucks – und ich wohne im Westlichen Mittelgebirge. Ich kann da jetzt drei mal losfahren und je ein Geschäft besuchen, oder ich nehme mir die Zeit, und klappere alle drei an einem Vormittag hintereinander ab – was ist wohl sinnvoller?

In größerem Maßstab könnte man dann auch an Heimarbeit denken: wie viele unserer Berufe wären denn ganz oder teilweise vielleicht von zu Hause aus auszuüben, und wir tigern eigentlich nur deswegen in unsere Büros, weil sich nur bisher noch niemand über diese Möglichkeit der Einsparung Gedanken gemacht hat – oder weil der Chef lieber die Leute kontrollieren will und es ihm ja egal sein kann, wie lange die zur Arbeit tuckern, das muss er ja eh nicht zahlen. Wieso eigentlich nicht? Bzw wieso schaffen es einige Unternehmen, den Mitarbeiterinnen Fahrtkostenersatz zu zahlen, aber viele eben nicht?

Ich möchte jetzt auch nicht allzu tief ins Arbeitsrecht oder in die Pendler-Diskussion einsteigen, die letztere trägt ja auch interessante Blüten, wenn man die Mitglieder-Zeitschriften der Autoclubs durchliest. Kürzlich las ich z.B. von „Pendlern aus Gründen der Lebensqualität“.

Das sind Menschen, die sich freiwillig außerhalb der Ballungszentren angesiedelt haben, im Gegensatz zu Menschen, die seit zig Generationen im Dorf wohnen. Diesen Stadtflüchtigen wollen manche das Recht auf die Pendlerpauschale entziehen, weil sie sich ja freiwillig ins Aus katapultiert haben. Erinnert euch das auch an manche Asylwerber-Diskussion?

5:00

Die Sendezeit rast dahin, daher kann ich weitere Projekte und Ideen nur mehr in aller Kürze erwähnen, also da wären z.B. die autofreie Stadt bzw zumindest autofreie Stadtteile.

Oder auch ein ganz anderer interessanter Ansatz: die Forderung, den Öffentlichen Personen-Nahverkehr wieder zu de-privatisieren, denn durch die starre Klammer der Gewinnerbringung wird er unattraktiv, meinen manche Kritiker. Denn genau die Negativa, die gerne genannt werden, wie hohe Preise und schlechte Taktungen, resultieren aus diesem Kommerzdenken.

Und auch die Frage steht im Raum „Was wurde aus dem Österreich Ticket?“12, also jener großartigen Idee, ein Ticket anzubieten, mit dem man mit eh allem in ganz Österreich fahren kann, und das um läppische €1500,- oder so. Oder auch nicht, das Projekt ruht ja offenbar seit Jahren.

Das wars fürs erste mit den Ideen, nach dem nächsten Musikstück wage ich dann wie immer ein Fazit.

 

Musik 5:

Interpretin: The Nuri, Album; Music Box, Track: Descent, Länge: 05:52, Link: http://www.jamendo.com/album/90599/

 

 

Beitrag 5: Fazit

Ich will die letzten Minuten nutzen, um wieder ein wenig philosophischer zu werden und trotzdem die bisherigen Gedanken zusammen zu fassen:

Eigentlich sind wir alle Fußgängerinnen. Technisch unterstützte Fortbewegungsarten, die uns das Gehen ersparen, sind erst relativ spät in der Menschheitsgeschichte entstanden, und bis in die letzten Jahrhunderte gab es nur den von Tieren gezogenen Wagen, die richtig erfinderischen Geräte wie Fahrrad, Eisenbahn oder Auto sind also sehr jung. Sie alle bedeuten Mobilität, also größere Beweglichkeit, und somit auch einen gewissen Grad von Freiheit und Unabhängigkeit. Das macht auch den größten Teil ihres Reizes aus, finde ich. Ein anderer wichtiger Faktor ist die Bequemlichkeit, also je geringer die Energie ist, die ich zur Fortbewegung benötige, desto interessanter das jeweilige Fahrzeug. Unter Energie ist zunächst mal natürlich die eigene Körperenergie zu verstehen, dann in weiterer Folge die umgewandelte Energie, also z.B. Geld, das ich für Treibstoff oder Fahrkarten ausgeben muss.

 

Die Freiheit, Basis vieler geliebter Grundrechte, wird aber bekanntlich beschränkt durch die Freiheiten der anderen Menschen, die ich mit der Wahrnehmung meiner eigenen Freiheit behindere. Das kommt besonders bei der Mobilität, beim Verkehr, deutlich heraus, denn hier geht man ja nach Außen, hier ist man nicht mehr im stillen Kämmerlein, für sich. Somit interagiert man mit anderen Menschen und dringt in ihre Freiheits-Sphären ein. Straßen, Gleisanlagen und diverse Betriebsstätten „müssen“ gebaut werden, man baut sie natürlich auf Landflächen, die irgend jemandem gehören (was man übrigens auch mal hinterfragen könnte). Finanziert wird das Ganze ungefragt durch Geld, das genauso irgend jemandem zwangsentzogen wird durch Steuern. Wir nicken das alles ab, weil es eben so sein muss, Fortschritt ist Fortschritt. Dafür aber dürfen wir alle auch die Straßen usw. benützen.

 

Genau betrachtet klingt das alles etwas verrückt, allerdings nicht ganz so verrückt aber wie die Tatsache, dass unsere Siedlungen und deren Infrastruktur völlig auf das Auto hin ausgerichtet werden, wofür ich ja genügend Beispiele genannt habe. Und die besten Alternativen zum eigenen Auto sind wiederum Autos: Fahrgemeinschaften, Carsharing, Taxis. Selbst beim öffentlichen Verkehr siegt der Bus immer noch vor der Straßenbahn: nimmt man der Bim einen Meter Schiene weg, steht sie, lautet ein gehässiger Busfahrer-Spruch. Und tatsächlich gibt es häufig Schienenersatzverkehr mit Bussen, aber nie einen Busersatzverkehr mit Bahnen. Also der Verbrennungsmotor auf Rädern hat die Nase vorn.

Apropos alte Sprüche: kurz nach der Präsentation der ersten Eisenbahnen vor so 200 Jahren hatten ja viele Leute Angst vor der mörderischen Geschwindigkeit, da rast man so schnell, dass da vielleicht die Seele gar nicht nachkommen würde und dann lauter seelenlose Gestalten herum liefen. Gar nicht so schlecht gedacht, wenn man sich viele Autofahrerinnen ansieht, finde ich. Egozentrizität ist ja ein Hilfsausdruck bei der Aggressivität und Hirnlosigkeit, der man da begegnet. Was bringt Leute dazu, im Überholverbot zu überholen, betrunken ins Auto zu steigen, sich quer auf 2 Parkplätze zu stellen?

Soviel also zu den Schattenseiten der großen Freiheit im Auto. Und, wie gesagt, die Radlfahrerinnen imitieren dieses Verhalten auch gerne. Der Straßenverkehr als rechtsfreie und moralfreie Zone.

An ethischen Überlegungen fiele mir noch viel mehr ein, z.B. die Umweltethik – wo sonst kann man ungestraft die Luft verstinken und sich auch noch drauf ausreden, eh den Umweltschutzauflagen zu genügen? Habt ihr es übrigens mitgekriegt: vor 20 Jahren galt der Dieselmotor noch als umweltfreundlicher als der Benziner, heute wird er verdammt und verteufelt. Woran das wohl liegen mag? An den verbesserten wissenschaftlichen Erkenntnissen oder doch eher an Interessen der Automobil- und Ölindustrie?

 

Ja, das Auto macht uns alle verrückt, würde ich sagen. Und zwar auf eine so subtile Art, dass wir es gar nicht merken. Das ist wohl auch der Grund, warum sich Alternativen nur sehr spärlich zeigen und alle irgendwie nach Science Fiction klingen. Doch ich denke, dass die nächsten Jahre und Jahrzehnte hier eine Veränderung bringen werden, vor allem, wenn sich die Erdöl-Reserven , wie schon lange prognostiziert, zum Ende neigen und wir es bitter nötig haben werden, da bereits Alternativen gefunden zu haben und nicht erst verzweifelt danach zu suchen.

 

 

Abmoderation:

So, nun sage ich wie immer an dieser Stelle: genug philosophiert für heute. Ich danke euch herzlich fürs Zuhören und hoffe, die Sendung hat euch wieder gefallen.

 

Und nochmals der Hinweis die Internet-Seiten zur Sendung:

Kritik, sowohl negative als auch positive, Wünsche und Anregungen könnt ihr gerne an mich per eMail senden: radio@hinterfragt.at.

Und wer die Sendung nachlesen möchte: die begleitende Website ist zu finden unter hinterfragt.at, dort könnt ihr auch Kommentare zur Sendung abgeben. Außerdem könnt ihr mir auch auf Twitter folgen @hinterfragtAT oder auf Facebook unter hinterfragt.

 

Und nun verabschiede ich mich und wünsche euch noch eine gute Zeit.

Das war Ewald Strohmar-Mauler mit der Sendung hinterfragt. Das philosophische Magazin live auf FREIRAD 105.9, dem Freien Radio in Innsbruck.

 

Abspannmusik:

Interpretin: lefu, Album: They Call it Freedom, Track: Goose Bumps, Länge: 04:46, Link: http://www.jamendo.com/de/album/77556

1DIE ZEIT, 13.09.2007 Nr. 38 http://www.zeit.de/2007/38/Interv_-Knoflacher

2http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2011/09/15/drk_20110915_0105_6288d311.mp3

3DIE ZEIT, 13.09.2007 Nr. 38 http://www.zeit.de/2007/38/Interv_-Knoflacher, S.1

4ebd

5ebd, S.4

6ebd., S.1

7ebd., S.2

8ebd.

9ebd.

10link

11Tiroler Tageszeitung vom 8.10.2011, „Chancen & Karriere“ S.3

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